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OP DE REEPERBAHN (2013)

 

01) Vagels in'n Wind 

02) So as du büst 

03) Nach Hamburg 

04) Uwe 

05) Op de Reeperbahn 

06) To gau leevt

 



01) Vagels in'n Wind - Vögel im Wind

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, T. Schicker, J. Richter, J.-P. Kelber)

 

Keen Woort över morgen,
Kein Wort über morgen,
keen Anfloog vun Arger un Striet,
kein Anflug von Ärger und Streit.
wi stellt uns gegen de Sorgen
Wir stellen uns gegen die Sorgen
un gegen dat Enn vun disse schöne Tiet.
und gegen das Ende von dieser schönen Zeit.

Dat tellt nich wat güstern weer,
Es zählt nicht, was gestern war,
dat tellt nich wat morgen noch blifft.
es zählt nicht, was morgen noch bleibt.
Laat uns all dat vergeten
Lass uns all das vergessen
un dissen Momang sehn,
und diesen Moment seh'n,
de allens överstiggt.
der alles übersteigt.

Laat uns leven, laat uns leven.
Lass uns leben, lass uns leben.

As de Vagels in'n Wind,
Wie die Vögel im Wind,
de den Himmel so nah sünd,
die dem Himmel so nah sind.
Vagels in'n Wind, keen Wulken in Sicht,
Vögel im Wind, keine Wolken in Sicht.
Vagels in'n Wind
Vögel im Wind
un wi sweevt un sweevt
und wir schweben und schweben
as de Vagels in'n Wind.
wie die Vögel im Wind.

De Grenzen verswinnt,
Die Grenzen verschwinden,
wenn een himmelwarts stiggt.
wenn man himmelwärts steigt.
All de Plaans köönt töven
Alle Pläne können warten,
bit wi över den Pröven sweevt,
bis wir über den Prüfungen schweben,
vagelfree.
vogelfrei.

Laat uns leven, laat uns leven.
Lass uns leben, lass uns leben.

As de Vagels in'n Wind,
Wie die Vögel im Wind,
de den Himmel so nah sünd,
die dem Himmel so nah sind.
Vagels in'n Wind, keen Wulken in Sicht,
Vögel im Wind, keine Wolken in Sicht.
Vagels in'n Wind
Vögel im Wind
un wi sweevt un sweevt
und wir schweben und schweben
as de Vagels in'n Wind.
wie die Vögel im Wind.

 

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02) So as du büst - So wie du bist

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, T. Schicker, J. Richter, J.-P. Kelber)

 

Wenn du magst, kannst du mi rohig neger kamen,
Wenn du magst, kannst du mir ruhig näher kommen,
wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.
wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.
Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,
Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,
bliev hüüt bi mi, so as du büst.
bleib heute bei mir, so wie du bist.

Ik hool för di de Tiet an,
Ich halte für dich die Zeit an,
haal den Himmel een Stück neger
hole den Himmel ein Stück näher
an de Stell, an de wi staht.
an die Stelle, wo wir stehen.
Ik fang den Regen op mit bloten Poten
Ich fang' den Regen auf mit bloßen Händen
un hool em för di fast,
und halt' ihn für dich fest,
wenn wi wieder gaht.
wenn wir weiter geh'n.


Wenn du magst, kannst du mi rohig neger kamen,
Wenn du magst, kannst du mir ruhig näher kommen,
wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.
wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.
Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,
Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,
bliev hüüt bi mi, so as du büst.
bleib heute bei mir, so wie du bist.

Ik sparr för di de Straten vun de Stadt,
Ich sperr für dich die Staßen der Stadt,
plant vele groote Bööm
pflanze viele große Bäume
an de Weeg, de wi gaht.
an die Wege, die wir gehen.
Ik fang de bösen Geister af mit bloten Poten
Ich fang' die bösen Geister ab mit bloßen Händen
un hool em för di fast,
und halt' sie für dich fest,
wenn wi wieder gaht.
wenn wir weiter geh'n.

Wenn du magst, kannst du mi rohig neger kamen,
Wenn du magst, kannst du mir ruhig näher kommen,
wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.
wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.
Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,
Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,
bliev hüüt bi mi, so as du büst.
bleib heute bei mir, so wie du bist.

kannst du mi rohig neger kamen.
kannst du mir ruhig näher kommen.
Kannst du mi neger kamen?
Kannst du mir näher kommen?
Hüüt oder morgen, op't leefst hüüt un hier.
Heute oder morgen, am liebsten gleich hier.

 

Wenn du magst, kannst du mi rohig neger kamen,
Wenn du magst, kannst du mir ruhig näher kommen,
wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.
wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.


Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,
Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,
bliev hüüt bi mi, so as du büst.
bleib heute bei mir, so wie du bist.

 

Kannst du mi rohig neger kamen,
Kannst du mir ruhig näher kommen,

wenn du mi neger kummst, denn bliev ik hüüt hier.

wenn du mir näher kommst, dann bleib' ich heute hier.

Un wenn du di trost, bliev doch bi mi,

Und wenn du dich traust, dann bleib doch bei mir,

bliev hüüt bi mi, bliev hüüt bi mi,

bleib heute bei mir, bleib heute bei mir,

so as du büst. So as du büst.

so wie du bist. So wie du bist.

 

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03) Nach Hamburg 

(T: T. Schicker // M: T. Schicker, M. Buthmann, M. Müller, J. Richter, J.-P. Kelber)

 

Die Sonne scheint,
bin urlaubsreif, die Berge zieh'n mich an.
Ich atme ein,
die Luft schmeckt ländlich, fremd und unbekannt.

Doch wenn ich ehrlich bin, hab ich hier nichts verlorenen
ich hab mein Glück schon längst gefunden:
Oh du fehlst mir widerlich.

Ich will nach Hamburg, will in die Elbe springen,
will nach Hamburg, aus tausend guten Gründen.
Es ist egal wo ich auch bin.
Ich will nach Hamburg, will in die Elbe springen,
will nach Hamburg, aus tausend guten Gründen.
Und alles Andere macht keinen Sinn.

Meinst du das ernst?
Nimmst du das Schmuddelwetter denn gar nicht wahr?
Die Sonne scheint im Süden doch viel wärmer,
bleib doch da

Doch wenn ich ehrlich bin, hab ich hier nichts verlorenen
ich hab mein Glück schon längst gefunden:
Oh du fehlst mir widerlich.

Ich will nach Hamburg, will in die Elbe springen,
will nach Hamburg, aus tausend guten Gründen.
Es ist egal wo ich auch bin.
Ich will nach Hamburg, will in die Elbe springen,
will nach Hamburg, aus tausend guten Gründen.
Und alles Andere macht keinen Sinn.

Ich muss zurück,
für's Glück fehlt mir hier das Fischbrötchen im Bauch.
Ich glaub, ich komm' mit,
denn irgendwie fehlt Hamburg mir ja auch.

Denn wenn wir ehrlich sind, haben wir hier nichts verloren
wir haben das Glück schon längst gefunden:
Oh du fehlst uns widerlich.

Wir wollen nach Hamburg, wollen in die Elbe springen,
wollen nach Hamburg, aus tausend guten Gründen.
Es ist egal wo wir auch sind.
wir wollen nach Hamburg, wollen in die Elbe springen,
wollen nach Hamburg, aus tausend guten Gründen.
Und alles Andere macht keinen Sinn.

 

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04) Uwe - Uwe

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, B. Wulff, D. Gottlieb, J.-P. Kelber)

 

Ok op de Arbeit dink ik jümmer blots an Uwe:

Auch auf der Arbeit denke ich immer nur an Uwe:

Dat wi tosamen Foffteihn maken un noch ganz annere Saken.

Dass wir zusammen Pause machen und noch ganz andere Sachen.

Ji köönt nich glöven, wat he för'n smucken Kerl is.

Ihr könnt nicht glauben, was er für ein hübscher Kerl ist.

Sien Moors wöör ik ok geern mal knöstern oder glieks ganz un gor utklöstern.

Seinen Hintern würde ich auch gern mal durchkneten oder gleich ganz und gar auspacken.

 

Un villicht kiekt he ok mol röver.

Und vielleicht schaut er auch mal rüber.
Denn wöör ik mi richtig een högen.

Dann würde ich mich richtig freuen.

 

So'n Schietdreck, Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, Uwe steht auf Jungs.
So'n Schietdreck, mien Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, mein Uwe steht auf Jungs.

 

Mien Uwe hett so wunnerschöne Klüsen.

Mein Uwe hat so wunderschöne Augen.
Un af un to heff ik al dacht, dat he de blots för mi opmaakt.

Und ab und zu habe ich schon gedacht, dass er sie nur für mich aufmacht.
Wenn Uwe anfangt to vertellen, kann ik nix anners maken, denn sloddern miene Knooken.

Wenn Uwe anfängt zu erzählen, kann ich nichts dagegen tun, dann schloddern meine Knochen.

 

Un villicht kiekt he nochmol röver.

Und vielleicht schaut er nochmal rüber.
Denn wöör ik mi richtig een högen.

Dann würde ich mich richtig freuen.

 

So'n Schietdreck, Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, Uwe steht auf Jungs.
So'n Schietdreck, mien Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, mein Uwe steht auf Jungs.

 

 

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05) Op de Reeperbahn - Auf der Reeperbahn

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, T. Schicker, J. Richter, J.-P. Kelber)

 

Sülvern klingt un springt de Hüer, hüüt speel ik dat feine Oos.
Silbern klingt und springt die Heuer, heut spiel ich das feine Aas.
Hüüt is di ok nix to düer, morgen geiht dien Reis ja los.
Heut ist dir auch nichts zu teuer, morgen geht deine Reise ja los.
Langsam bummel ik ganz alleen de Reeperbahn na de Freiheit rop.
Langsam bummel ich ganz allein die Reeperbahn zur Freiheit rauf.
Draap ik enen Smucken, enen Flachskopp, den gavel ik mi op.
Treffe ich einen gutaussehenden Blondschopf, den gabel ich mir auf.

Kumm doch, lever Klener, wees doch mien un segg nich nee.
Komm doch, lieber Kleiner, sei doch mein und sag nicht nein.
Du schasst bet morgen fröh Klock negen mien klener Leevster ween.
Du sollst bis morgen früh um neun mein kleiner Liebster sein.
Wenn du dat wullt, denn bün ik di tro, sogar bet Klock teihn.
Wenn du das willst, dann bin ich dir treu, sogar bis um zehn.
Haak mi ünner, wi bummelt tosamen maal loos, Kaptein.
Hak mich unter, wir bummeln zusammen mal los, Kapitän.

Op de Reeperbahn Klock halvig een,
Auf der Reeperbahn um halb eins,
wat du'n Macker hest oder hest keen,
ob du einen Macker hast oder keinen hast,
amüseerst du di, un dat segg ik di,
amüsierst du dich, und das sag ich dir,
op de Reeperbahn Klock halvig een.
auf der Reeperbahn um halb eins.
'Keen noch nie nich in so ene Nacht
Wer noch niemals in so einer Nacht
enen Reeperbahnbummel hett maakt,
einen Reeperbahnbummel gemacht hat,
is een arme Wicht, se kennt di nich,
ist eine arme Frau, sie kennt dich nicht,
mien St. Pauli, St. Pauli bi Nacht.
mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

Kümmst du torüch in't tokamen Johr, bruun brennt as dat is in Mood,
Kommst du zurück im nächsten Jahr, braun gebrannt wie's in Mode ist,
heff ik miene blonden Hoor swatt farvt, villicht ok root.
hab ich meine blonden Haare schwarz gefärbt, vielleicht auch rot.
Gröt di denn een frömde Deern, du geihst vörbi un du kennst se nich,
Grüßt dich dann ein fremdes Mädchen, du gehst vorbei und erkennst sie
kümmt di villicht de Erinnerung wedder, wenn lies se to di sprickt.
kommt dir vielleicht die Erinnerung wieder, wenn leis sie zu dir spricht.

Kumm doch, lever Klener, wees doch mien un segg nich nee.
Komm doch, lieber Kleiner, sei doch mein und sag nicht nein.
Du schasst bet morgen fröh Klock negen mien klener Leevster ween.
Du sollst bis morgen früh um neun mein kleiner Liebster sein.
Wenn du dat wullt, denn bün ik di tro, sogar bet Klock teihn.
Wenn du das willst, dann bin ich dir treu, sogar bis um zehn.
Haak mi ünner, wi bummelt tosamen maal loos, Kaptein.
Hak mich unter, wir bummeln zusammen mal los, Kapitän.

Op de Reeperbahn Klock halvig een,
Auf der Reeperbahn um halb eins,
wat du'n Macker hest oder hest keen,
ob du einen Macker hast oder keinen hast,
amüseerst du di, un dat segg ik di,
amüsierst du dich, und das sag ich dir,
op de Reeperbahn Klock halvig een.
auf der Reeperbahn um halb eins.
'Keen noch nie nich in so ene Nacht
Wer noch niemals in so einer Nacht
enen Reeperbahnbummel hett maakt,
einen Reeperbahnbummel gemacht hat,
is een arme Wicht, se kennt di nich,
ist eine arme Frau, sie kennt dich nicht,
mien St. Pauli, St. Pauli bi Nacht.
mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

 

Mien St. Pauli, mien St. Pauli, mien St. Pauli, St. Pauli bi Nacht.
Mein St. Pauli, mein St. Pauli,
mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

Mien St. Pauli, mien St. Pauli, mien St. Pauli, St. Pauli bi Nacht.
Mein St. Pauli, mein St. Pauli,
mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

 

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06) To gau leevt - Zu schnell geliebt

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, T. Schicker, J. Richter, J.-P. Kelber)

 

Güstern weer noch allens goot,
Gestern war noch alles gut,
dor harrn wi noch allen Moot to leven.
da hatten wir noch allen Mut zu leben.
Güstern hebbt wi noch uns Tiet hatt,
Gestern haben wir noch unsere Zeit gehabt,
den Himmel henlang to sweven.
den Himmel entlang zu schweben.

All Welt leeg ünner uns,
Alle Welt lag unter uns,
man so speelt dat Leven:
aber so spielt das Leben:
Een weet nich, wat an'n Morgen kummt,
Man weiß nicht, was am Morgen kommt,
jüst so is dat even.
genau so ist das eben.

Du kickst mi an un ik weet nich, wat mit mi schüht.
Du siehst mich an und ich weiß nicht, was mit mir passiert.
Dien Grientje blifft, wenn dat Wenen maal wedder bi mi siegt.
Dein Lächeln bleibt, wenn das Weinen mal wieder bei mir siegt.
Dat Hart löppt gauer as ik noch Aten krieg
Das Herz läuft schneller als ich noch Atem krieg'
un ik weet, dat dat dat nu wesen is.
und ich weiß, das es das nun gewesen ist.

Wi hebbt to gau leevt.
Wir haben zu schnell geliebt.
Wi hebbt to veel wullt.
Wir haben zu viel gewollt.
De Nacht trock över uns rin.
Die Nacht zog über uns herein.
Wi hebbt uns versteckt,
Wir haben uns versteckt,
togliek wullen wi sichtbor ween.
zugleich wollten wir sichtbar sein.
Dat Leven verswiggt
Das Leben verschweigt
wat allens in uns passeert.
was alles in uns passiert.
Un de Weeg schient veel to wiet, veel to wiet,
Und die Wege scheinen viel zu weit, viel zu weit,
wenn de Leev eenmal funktschoneert.
wenn die Liebe einmal funktioniert.

Güstern weer noch allens goot,
Gestern war noch alles gut,
dor harrn wi noch allen Moot to leven.
da hatten wir noch allen Mut zu leben.
Güstern hebbt wi noch uns Tiet hatt,
Gestern haben wir noch unsere Zeit gehabt,
den Himmel henlang to sweven.
den Himmel entlang zu schweben.

De Week weer heel wunnerbor,
Die Woche war ganz wundervoll,
wi kemen uns in'e Mööt.
wir kamen uns entgegen.
Männichmal schient dat sünnerbor,
Manchmal scheint es sonderbar,
dat dat denn so lopen müss.
dass es dann so laufen muss.

Du kickst mi an un ik weet nich, wat mit mi schüht.
Du siehst mich an und ich weiß nicht, was mit mir passiert.
Dien Grientje blifft, wenn dat Wenen maal wedder bi mi siegt.
Dein Lächeln bleibt, wenn das Weinen mal wieder bei mir siegt.
Dat Hart löppt gauer as ik noch Aten krieg
Das Herz läuft schneller als ich noch Atem krieg'
un ik weet, dat dat dat nu wesen is.
und ich weiß, das es das nun gewesen ist.

Wi hebbt to gau leevt.
Wir haben zu schnell geliebt.
Wi hebbt to veel wullt.
Wir haben zu viel gewollt.
De Nacht trock över uns rin.
Die Nacht zog über uns herein.
Wi hebbt uns versteckt,
Wir haben uns versteckt,
togliek wullen wi sichtbor ween.
zugleich wollten wir sichtbar sein.
Dat Leven verswiggt
Das Leben verschweigt
wat allens in uns passeert.
was alles in uns passiert.
Un de Weeg schient veel to wiet, veel to wiet,
Und die Wege scheinen viel zu weit, viel zu weit,
wenn de Leev eenmal funktschoneert.
wenn die Liebe einmal funktioniert.

Dat weer blots een falschet Woort to een falsche Tiet.
Es war bloß ein falsches Wort zu einer falschen Zeit.
Wi weern an dissen Oort wo kene Fraag mehr blifft.
Wir waren an diesem Ort, wo keine Frage mehr bleibt.
Dat Lengen weer opbruukt un de Alldag halt uns in.
Die Sehnsucht war aufgebraucht, der Alltag holte uns ein.
Dat weer mehr as wi verdregen köönt.
Das war mehr als wir vertragen können.

Wi hebbt to gau leevt.
Wir haben zu schnell geliebt.
Wi hebbt to veel wullt.
Wir haben zu viel gewollt.
De Nacht trock över uns rin.
Die Nacht zog über uns herein.
Wi hebbt uns versteckt,
Wir haben uns versteckt,
togliek wullen wi sichtbor ween.
zugleich wollten wir sichtbar sein.
Dat Leven verswiggt
Das Leben verschweigt
wat allens in uns passeert.
was alles in uns passiert.
Un de Weeg schient veel to wiet, veel to wiet,
Und die Wege scheinen viel zu weit, viel zu weit,
wenn de Leev eenmal funktschoneert.
wenn die Liebe einmal funktioniert.

 

⬆︎ na baven - nach oben