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01) Vörspies: Bimmelsalat - Vorspeise: Bimmelsalat

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02) Uwe - Uwe

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, B. Wulff, D. Gottlieb, J.-P. Kelber)

 

Ok op de Arbeit dink ik jümmer blots an Uwe:

Auch auf der Arbeit denke ich immer nur an Uwe:

Dat wi tosamen Foffteihn maken un noch ganz annere Saken.

Dass wir zusammen Pause machen und noch ganz andere Sachen.

Ji köönt nich glöven, wat he för'n smucken Kerl is.

Ihr könnt nicht glauben, was er für ein hübscher Kerl ist.

Sien Moors wöör ik ok geern mal knöstern oder glieks ganz un gor utklöstern.

Seinen Hintern würde ich auch gern mal durchkneten oder gleich ganz und gar auspacken.

 

Un villicht kiekt he ok mol röver.

Und vielleicht schaut er auch mal rüber.
Denn wöör ik mi richtig een högen.

Dann würde ich mich richtig freuen.

 

So'n Schietdreck, Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, Uwe steht auf Jungs.
So'n Schietdreck, mien Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, mein Uwe steht auf Jungs.

 

Mien Uwe hett so wunnerschöne Klüsen.

Mein Uwe hat so wunderschöne Augen.
Un af un to heff ik al dacht, dat he de blots för mi opmaakt.

Und ab und zu habe ich schon gedacht, dass er sie nur für mich aufmacht.
Wenn Uwe anfangt to vertellen, kann ik nix anners maken, denn sloddern miene Knooken.

Wenn Uwe anfängt zu erzählen, kann ich nichts dagegen tun, dann schloddern meine Knochen.

 

Un villicht kiekt he nochmol röver.

Und vielleicht schaut er nochmal rüber.
Denn wöör ik mi richtig een högen.

Dann würde ich mich richtig freuen.

 

So'n Schietdreck, Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, Uwe steht auf Jungs.
So'n Schietdreck, mien Uwe steiht op Jungs.

So ein Mist, mein Uwe steht auf Jungs.

 

 

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03) Amrum (live) - Amrum (live)

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller)

 

Bi di aat ik in un föhl mi tohuus.
Bei dir atme ich ein und fühl mich zuhaus.
Bi di gah ik in‘n Regen rut.
Bei dir geh ich im Regen raus
Bi di warrt mi warm, wenn dat sniet.
Bei dir wird mir warm, wenn es schneit.
Du büst kommodig, ik vergeet de Tiet.
Du bist gemütlich, ich vergess die Zeit.

Un all de Sörgen laat ik an Land,
Und alle Sorgen lass ich an Land,
stieg op de Fähr na Lüchttoorn un Strand.
steig auf die Fähre zu Leuchtturm und Strand.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

Bi di warrt allens kleen un dat Klene so groot.
Bei dir wird alles klein und das Kleine so groß.
Bi di laat ik den Ballast los.
Bei dir lass ich den Ballast los.
Bi di danz ik barfoot en Runn.
Bei dir tanz ich barfuß eine Runde.
Du büst dat Glück, dat ik vörher nich funn.
Du bist das Glück, das ich vorher nicht fand.

Un all de Sörgen laat ik an Land,
Und alle Sorgen lass ich an Land,
stieg op de Fähr na Lüchttoorn un Strand.
steig auf die Fähre zu Leuchtturm und Strand.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.


Dien Leed klingt as Ebb un Floot, as Water un Storm.
Dein Lied klingt wie Ebbe und Flut, wie Wasser und Sturm.
Dien Leed klingt as Mövengeschree
Dein Lied klingt wie Möwengeschrei
un ruuschen Wellen in miene Ohren.
nd rauschende Wellen in meinen Ohren.


Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

 

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04) Supp: Sommerschnüüsch - Suppe: Sommerschnüüsch

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05) Sommerkinner - Sommerkinder

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, T. Schicker, M. Zill, J.-P. Kelber)

 

Sommerkinner eet Ies ok in de Nacht,
Sommerkinder essen Eis auch in der Nacht,
denn de Winter is wiet weg un se wüllt Spaaß.
denn der Winter ist weit weg und sie wollen Spaß.

Se loopt över Wischen, singt jemehr Leder,
Sie laufen über Wiesen, singen ihre Lieder,
lacht bit de tokamen Morgen kümmt.
lachen bis der nächste Morgen kommt.

 

La da da ja-ah, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja-ah, Sommerkinder so wie du und ich.
La da da ja-ah, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja-ah, Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.

Sommerkinner loopt barfoot dör de Stadt,
Sommerkinder laufen barfuß durch die Stadt,
doot dat jümmer, wiel denn de Alldag Poos hett.
tun das immer, weil dann der Alltag Pause hat.

Se loopt över Wischen, singt jemehr Leder,
Sie laufen über Wiesen, singen ihre Lieder,
lacht bit de tokamen Morgen kümmt.
lachen bis der nächste Morgen kommt.

La da da ja-ah, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja-ah, Sommerkinder so wie du und ich.
La da da ja-ah, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja-ah, Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.

Ik seh se jümmer wedder op't Land un in de Stadt,
Ich seh sie immer wieder auf dem Land und in der Stadt,
se warrt ok nich mööd bit de Dag se wedder hett.
sie werden auch nicht müde bis der Tag sie wieder hat.

La da da ja-ah, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja-ah, Sommerkinder so wie du und ich.
La da da ja-ah, Sommerkinner so as du un ik.
La da da ja-ah, Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.
Sommerkinner so as du un ik.
Sommerkinder so wie du und ich.

 

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06) Blots wi twee - Nur wir zwei

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Wenn ik swiegen will, sett ik mi an'n Elvstrandrand.
Wenn ich schweigen will, setz ich mich an den Elbstrandrand.
Wenn ik tellen will, tell ik den Sand in miene Hand.
Wenn ich zählen will, zähl ich den Sand in meiner Hand.
Heff al dusend klene Stenen ümdreiht.
Hab schon tausend kleine Steine umgedreht.

Wenn ik snacken will, vertell mi wat vun diene Welt.
Wenn ich reden will, erzähl mir was von deiner Welt.
Wenn ik danzen will, speel en Leed, dat mi gefallt.
Wenn ich tanzen will, spiel ein Lied, das mir gefällt.
Wenn ik alleen ween will, warrst du mi hier nich sehn.
Wenn ich allein sein will, wirst du mich hier nicht sehn.

Wenn di dat gefallt, denn bliev doch hüüt bi mi,
Wenn dir das gefällt, dann bleib doch heut bei mir,
denn bliev hüüt bi mi.
dann bleib heut bei mir.

Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.
Bit dat de Maand verswinnt un de Sünn uns wedder lacht
Bis der Mond verschwindet und die Sonne uns wieder lacht

hebbt wi de Nacht to'n Dag maakt,
haben wir die Nacht zum Tag gemacht,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.

Wenn ik free ween will, loop ik los un bliev nich stahn.
Wenn ich frei sein will, lauf ich los und bleib nicht stehn.
Wenn ik drömen will, drööm ik mi dat Leven schöön.
Wenn ich träumen will, träum ich mir das Leben schön.
Heff al dusend grote Bööd fohren sehn.
Hab schon tausend große Bote fahren sehn.


Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.
Bit dat de Maand verswinnt un de Sünn uns wedder lacht
Bis der Mond verschwindet und die Sonne uns wieder lacht

hebbt wi de Nacht to'n Dag maakt,
haben wir die Nacht zum Tag gemacht,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.

Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.
Bit dat de Maand verswinnt un de Sünn uns wedder lacht
Bis der Mond verschwindet und die Sonne uns wieder lacht

hebbt wi de Nacht to'n Dag maakt,
haben wir die Nacht zum Tag gemacht,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.

 

 

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07) Hööftspies: Hochtietslabskaus - Hauptspeise: Hochzeitslabskaus

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08) Hilde - Hilde

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, M. Zill)

 

Thorsten de weer so'n ganz normaaler Jung, as dat so vele gifft.
Thorsten der war so ein ganz normaler Junge, wie's so viele gibt.
En beten gau wassen, en grote Stück.
Ein bisschen schnell gewachsen, ein großes Stück.
In de Flappe hett he en Zigarr, wiel he sik dormit cooler föhlt
In der Flappe ne Zigarette, weil er sich damit cooler fühlt
un so geern en coole Fründin harr.
und so gern ne coole Freundin hätte.

Thorsten is nu 40, de Zigarr, de hett he jümmer noch in't Gesicht,
Thorsten ist jetzt 40, die Zigarette hat er immer noch im Gesicht,
blots de Fründin, de gifft dat nich.
nur die Freundin, die gibt es nicht.
Denn is dor Hilde. Hilde weer al fröher so ne wilde.
Dann ist da Hilde. Hilde war schon früher so ne Wilde.
Op'n Schoolhoff hett he se ansehn:
Auf dem Schulhof hat er sie angesehn:
Ach, wat weer se schöön mit ehr veel to bunte un veel to kotte Sommerkleed.
Ach, was war sie schön - in ihrem viel zu bunten und viel zu kurzen Sommerkleid.
He denkt sik:
Er denkt sich:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meenst du nich?
Hilde, meinst du nicht?

Un nu hett Hilde em wedder mal den Kopp verdreiht.
Und jetzt hat Hilde ihm wieder mal den Kopf verdreht.
Thorsten denkt: Vördem se wedder geiht:
Thorsten denkt: Bevor sie wieder geht:
Nu nehm ik mi en Hart un schnack se an:
Jetzt nehm ich mir ein Herz und sprech sie an.
“Segg mal, Hilde, kannst du di dran erinnern? Dor op'n Schoolhoff...”
“Sag mal, Hilde, kannst du dich dran erinnern? Damals auf dem Schulhof...”
Un Hilde fraagt: “Op'n Schoolhoff? Wat? Wann?”
Und Hilde fragt: “Auf dem Schulhof? Was? Wann?”
Un Thorsten seggt: “Na ja, fröher, dat wi noch so veel jünger weren.
Und Thorsten sagt: “Na ja, damals, als wir noch so viel jünger waren.
Du in disset kakelbunte Kleed un ik, Thorsten, mit de Zigarr an de Wand dor achtern.”
Du in diesem rot gepunkteten Kleid und ich, Thorsten, mit ner Zigarette an der Wand dort drüben.”
Hilde seggt blots: “Ach so” Un verdreiht de Ogen.
Hilde sagt nur: “Ach so.” Und verdreht die Augen.
Un Thorsten weer sik sien Saak gor nich mal mehr ganz so seker.
Und Thorsten ist sich seiner Sache gar nicht mal mehr ganz so sicher.
Un kickt se eenfach wieder an, so as he dat fröher so oft daan harr.
Und schaut sie einfach weiter an, so wie er's schon damals so oft getan hat.
Un wat he jümmer noch goot kann.
Und was er immer noch gut kann.

Un he fraagt se: “Hilde, segg mal, wo süht dat denn bi di in't Leven ut?”
Und er fragt sie: “Hilde, sag mal, wie sieht's denn so bei dir im Leben aus?”
Un se meent: “Worüm wullt du denn dat weten?”
Und sie meint: “Warum willste denn das wissen?”
He tücht gau an sien Zigarr, wiel he jüst op nix Beteret kümmt.
Er zieht an seiner Zigarette, weil ihm grad nichts Besseres einfällt.
Un he haapt, so en beten Tiet to schinnen.
Und er hofft, ein bisschen Zeit zu schinden.
Üm sik denn villicht later nochmal so richtig to överwinnen
Um sich vielleicht später nochmal so richtig zu überwinden
un ehr to seggen, wo dull he se in all den Johren misst hett
und ihr zu sagen, wie sehr er sie all die Jahre vermisst hat
und se ok so oft küsst hett.
und sie so oft geküsst hat.
In all sien Drööm dor weer se jümmer wedder de Eerstbesetten för de Hauptrull.
In all seinen Träumen da war sie immer wieder die Erstbesetzung für die Hauptrolle.
Hilde weer al fröher so dull.
Hilde war schon früher so tolle.
De harr he so geern as Fründin hatt.... Un denn överwinnt he sik un fraagt:
Die hätte er so gern als Freundin gehabt... Und dann überwindet er sich und sagt:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af? He seggt:
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab? Er sagt:
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af? He seggt:
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab? Er sagt:
Hilde, meenst du nich? Un kickt in ehr Gesicht.
Hilde, meinst du nicht? Und sieht in ihr Gesicht.

Un se seggt: “Hey, Thorsten, so wat Schönet hett nich een nich anner to mi seggt.
Und sie sagt: “Hey, Thorsten, so was Schönes hat noch nie jemand zu mir gesagt.
Wüllt wi mal en Kaffee drinken gahn?”
Woll'n wir mal nen Kaffee trinken geh'n?”
Un Thorsten kann sien Glück kuum faten un blots swoor wedderstahn,
Und Thorsten kann sein Glück kaum fassen und nur schwer widerstehn,
glieks na ehr Hand to griepen, man he hett ja ok en beten wat dortolehrt na all den Johren.
sofort nach ihrer Hand zu greifen, aber hat auch ein bisschen dazugelernt nach all den Jahrn.
Un he seggt: “Jo, Hilde, wo weer dat denn so mit övermorgen? Denn morgen heff ik gor nich so veel Tiet.”
Und er sagt: “Ja, Hilde, wie wär's denn so mit übermorgen? Denn Morgen hab ich gar nicht so viel Zeit.”
Un Hilde meent: “Oh du, Thorsten, dat höört sik ja ganz goot an.”
Und Hilde meint: “Oh du, Thorsten, das hört sich ja ganz gut an.”
Un so geiht se jeder för sik na Huus un se dinkt an den annern.
Und so gehen sie jeder für sich nach Haus und sie denken an den anderen.
Un as se to Bett geiht sliekt sik so'n lüttje so'n Leed in jemehr Kopp:
Und als sie zu Bett gehn schleicht sich so ein kleines Lied in ihren Kopf:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meenst du nich?
Hilde, meinst du nicht?

Un nu sitt Hilde an ehr Fröhstücksdisch un se kann gor nich richtig eten,
Und jetzt sitzt Hilde an ihrem Frühstückstisch und se kann gar nicht richtig essen,
se knabbert blots so an ehr Broot. Un överleggt:
sie knabbert nur so an ihrem Brot. Unüberlegt:
Enerworrns dor op'n Böhn dor mutt doch noch disse ole Kist mit de olen Plünnen sien.
Irgendwo da dem Dachboden da muss doch noch diese alte Kiste mit den alten Klamotten sein.
Ik glööv ik sök de mal wedder rut. Un villicht is dor ja ok noch wat dorbi.
Ich glaube ich such die mal wieder raus. Und vielleicht ist da ja auch noch was dabei.
Un se stiggt op de Ledder un se findt en olen Karton.
Und sie steigt auf die Leiter und sie findet nen alten Karton.
Un se söökt jümmer wieder, bit se dat in de Hand hett:
Und sie sucht immer weiter, bis sie es in den Hand hat:
Dat Kleed mit de veel to rode Punkten.
Das Kleid mit den viel zu roten Punkten.
Un nau dat treckt se an'n tokamen Avend an.
Und genau das zieht sie am nächsten Abend an.
Thorsten süht se al vun wieden un he röppt ehr to:
Thorsten sieht sie schon von Weitem und er ruft ihr zu:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meenst du nich?
Hilde, meinst du nicht?

So gaht se Hand in Hand in't Café. Thorsten genütt jede Sekunn,
So gehn sie Hand in Hand ins Café. Thorsten genießt jede Sekunde,
wiel he dat so schöön funn un se lacht un se snackt över de olen Tiden.
weil er das so schön fand und sie lachen und sie reden über die alten Zeiten.
Un Hilde vergitt, dat se egentlich al lang na Huus gahn wull.
Und Hilde vergisst, dass sie eigentlich längst nach Hause wollte.
Un Thorsten haapt, dat Hilde villicht noch en poor Stünnen bi em blifft.
Und Thorsten hofft, Hilde würde vielleicht noch ein paar Stündchen bei ihm bleiben.
Bevör de Kellner mit de Reken kümmt,
Bevor der Kellner mit der Rechnung kommt,
dor schrieft se noch en poor Riegen op'n Beerdeckel:
da schreiben sie noch ein paar Zeilen auf nen Bierdeckel:

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?

Hilde, meenst du nich, wi geven echt'n super Droompoor af?
Hilde, meinst du nicht, wir gäben echt'n super Traumpaar ab?
Hilde, meenst du nich?
Hilde, meinst du nicht?

 

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09) Ganz Goot - Ganz Gut

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 Uns geiht't doch ganz goot, uns geiht't doch ganz goot.

Uns geht's doch ganz gut, uns geht's doch ganz gut.Uns geiht't doch ganz goot, uns geiht't doch ganz goot.

Uns geht's doch ganz gut, uns geht's doch ganz gut.

 

Jede Dag is en lüttje Stück vun't Mosaik vun't Leven.
Jeder Tag ist ein kleines Stück vom Mosaik des Lebens.
Keen Dag is vergevens.
Kein Tag ist vergebens.
Un jede Gedank, den du di dinken kannst,
Und jeder Gedanke, den du dir denken kannst,
hett sien egen Biller, hett sien egen Glanz.
hat seine eigenen Bilder, hat seinen eigenen Glanz.

Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.
Un bi allens, wat swoor is,
Und bei allem, was schwer ist,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.

Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.

Jede Droom is en lüttje Spoor. Se föhrt to't Glück vun't Leven.
Jeder Traum ist eine kleine Spur. Sie führt zum Glück des Lebens.
Keen Droom is vegevens.
Kein Traum ist vergebens.
Un jede Ümweg, den du nehmen kannst,
Und jeder Umweg, den du nehmen kannst,
hett sien egen Biller, hett sien egen Glanz.
hat seine eigenen Bilder, hat seinen eigenen Glanz.
 
Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.
Un bi allens, wat swoor is,
Und bei allem, was schwer ist,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:

Un kloor, allens geiht noch veel beter, höger, sneller, wieder.
Und klar, alles geht noch viel besser, höher, schneller, weiter.
Dat geiht woll ok armer, man ja ok jümmer rieker.
Es geht wohl auch ärmer, aber ja auch immer reicher.
Kloor, jeder hett sien Telen. Man wi wüllt so veel.
Klar, jeder hat seine Ziele. Aber wir wollen so viel.
Sünd wi eenmal tofreden?
Sind wir einmal zufrieden?

 

Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.
Un bi allens, wat swoor is,
Und bei allem, was schwer ist,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:


(Uns geiht't doch ganz goot) Mit dat, wo wi leevt,
(Uns geht's doch ganz gut) Mit dem, wie wir leben,
(Uns geiht't doch ganz goot) Wi hebbt so veel beleevt.
(Uns geht's doch ganz gut) Wir haben so viel erlebt.
(Uns geiht't doch ganz goot)
Un bi allens, wat swoor is,

(Uns geht's doch ganz gut) Und bei allem, was schwer ist,
(Uns geiht't doch ganz goot) haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
(Uns geht's doch ganz gut) hoffe ich, dass du es niemals vergisst:

Ganz goot.

Ganz gut.

 

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10) Tohuus - Zuhause

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Vele Öörd, vele Wöör, de ehr Bedüden ik nich kenn.
Viele Orte, viele Worte, deren Bedeutung ich nicht kenn.
In mi wasst wat. Klene Unrohstifter nehmt mien Magen in.
In mir wächst was. Kleine Unruhestifter nehmen meinen Magen ein.
Ik föhl mi eensam mang all de Minschen, Heimwehmoot alleen.
Ich fühl mich einsam zwischen all den Menschen, Heimwehmut allein.
De Anker is lang licht.
Der Anker ist längst gelichtet.
In enen Haven fohr ik jümmer wedder rin.
In einen Hafen fahr ich immer wieder rein.
 
Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.

Vele Bläder, vele Twiegen hebbt de Bööm, de hier staht.
Viele Blätter, viele Zweige haben die Bäume, die hier stehn.
Miene Fööt blievt an'n Bodden, slaat nu Wutteln in'n Grund.
Meine Füße bleiben am Boden, schlagen jetzt Wurzeln in dem Grund.
Ik mag rennen, schuckeln un verrückt ween, Feernwehmoot alleen.
Ich mag rennen, schaukeln und verrückt sein, Fernwehmut allein.
De wiede Welt will ik ümarmen.
Die weite Welt will ich umarmen.
In enen Haven fohr ik jümmer wedder rin.
In einen Hafen fahr ich immer wieder rein.

Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.
 
Dien Blick dröppt mi.
Dein Blick trifft mich.
Du kickst mi in't Hart ahn Ümweg.
Du siehst mir in Herz ohne Umweg.
Dat is so eenmalig ehrlich.
Das ist so einmalig ehrlich.
Dat is so eenmalig ehrlich.
Das ist so einmalig ehrlich.

Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.
Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.

 

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11) Buten an't Meer - Draussen am Meer

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
sehn den Wellen nach bis um drei.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
buten an't Meer, buten an't Meer.
draußen am Meer, draußen am Meer.

Wiet un siet keen Minsch to sehn,
Weit und breit kein Mensch zu sehn,
blots de Wind singt uns hüüt siene klene Melodie.
nur der Wind singt uns heut seine kleine Melodie.


Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
sehn den Wellen nach bis um drei.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
buten an't Meer, buten an't Meer.
draußen am Meer, draußen am Meer.

Graue Nacht liggt op dat Land.
Graue Nacht liegt auf dem Land.
De letzten Lichter hoolt wi sülven in de Hand.
Die letzten Lichter halten wir selber in der Hand.

 

Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
sehn den Wellen nach bis um drei.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
buten an't Meer, buten an't Meer.
draußen am Meer, draußen am Meer.

 

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12) Schietwedder-Blues - Schietwetter-Blues

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, F. Deluweit, D. Gottlieb, J.-P. Kelber)

 

Dat is de Schietwedder-Blues,
Das ist der Schietwetter-Blues,
dat pladdert den ganzen Dag.
es regnet den ganzen Tag.
Dat is de Schietwedder-Blues,
Das ist der Schietwedder-Blues,
man ik hebb dor een Verdrag
aber ich hab de einen Vertrag

mit de Wulken, de an Himmel hangt
mit den Wolken, die am Himmel hängen
un sik dor boben een affwrangt.
und sich da oben einen abringen.
Dat se nich bit morgen blievt
Dass sie nicht bis morgen bleiben
un de Sünnschien verdrievt, ne ne.
und den Sonnenschein vertreiben, ne ne.

Schietwedder, eenfach Schietwedder.
Schietwetter, einfach Schietwetter.
wat för'n Schietwedder, dat pladdert den ganzen Dag.
was für ein Schietwetter, es regnet den ganzen Tag.
so'n Schietwedder, eenfach Schietwedder.
so ein Schietwetter, einfach Schietwetter,
wat för'n Schietwedder, so en Schiet:
was für ein Schietwetter, so ein Mist:
De Schietwedder-Blues.
Der Schietwetter-Blues.

Klei mi an'n Mors: Ik glööv, de Reegentiet is dor.
Leck mich am Hintern: Ich glaube, die Regenzeit ist da.
Un ik schick jem all een Ansichtskort
Und ich schick dir mal eine Ansichtskarte
vun disse bannig natte Ort,
von diesem sehr nassen Ort,
wenn dat hier allns wedder dröög warrt,
wenn das hier alles wieder trocken wird,
denn dat Schietwedder, dat hett sik watt.
denn das Schietwetter, das hat es in sich.
Dor hebbt wi natte Fööt kreegen.
Da haben wir nasse Füße gekriegt.
Dat is jor meist as in't Schwimmbad, oh ne.
Das ist ja fast so wie im Schwimmbad, oh ne.

 

Schietwedder, wat för'n Schietwedder.
Schietwetter, was für ein Schietwetter.
eenfach Schietwedder, dat pladdert den ganzen Dag.
einfach Schietwetter, es regnet den ganzen Tag.
Jo so'n Schietwedder, eenfach Schietwedder.
Ja so ein Schietwetter, einfach Schietwetter,
wat för'n Schietwedder, so en Schiet:
was für ein Schietwetter, so ein Mist:
De Schietwedder-Blues.
Der Schietwetter-Blues.

Schietwedder, Schietwedder, wat för'n Schiet.
Schietwetter, Schietwetter, was für ein Schiet.

Schietwedder, Schietwedder, eenfach Schietwedder
Schietwetter, Schietwetter, einfach Schietwedder

dat pladdert un pladdert un pladdert...

es regnet und regnet und regnet...

Jo so'n Schietwedder, eenfach Schietwedder.
Ja so ein Schietwetter, einfach Schietwetter.

wat för'n Schietwedder, so en Schiet:
was für ein Schietwetter, so ein Mist:
Dat is de Schietwedder-Blues.
Das ist derSchietwetter-Blues.

 

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13) Afsacker: De gele Kööm - Absacker: Der gelbe Korn

-> Ansage Mire

 

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14) Op Land - Auf'm Land

(T: M. Buthmann, O. Thomsen // M: M. Buthmann, M. Müller, F. Deluweit, D. Gottlieb, J.-P. Kelber)

 

Een Huus steiht twischen twee Maisfelder.
Ein Haus steht zwischen zwei Maisfeldern.
De Köh gaht dorvör spazeeren.
Die Kühe gehen davor spazieren.
Se hebbt sik nix mehr to vertellen.
Sie haben sich nichts mehr zu erzählen.
Se glöövt, dor warrt nix mehr passeeren.
Sie glauben, da wird nichts mehr passieren.

De Schaap bölkt vun den Diek.
Die Schafe bölken vom Deich.
Se weet ok nix Nieget mehr.
Sie wissen auch nichts Neues mehr.
Se kiekt trurig in de Au.
Sie gucken traurig in die Au.
Dat Water plätschert vör sik hen.
Das Wasser plätschert vor sich hin.

Un dorop drinkt wi noch een, twee, dree, veer.
Und darauf trinken wir noch ein, zwei, drei, vier.

Ja, so is dat hier op Land
Ja, so ist das hier auf'm Land
un nu drinkt wi noch een.
und nun trinken wir noch einen.
Ja, so is dat hier op Land
Ja, so ist das hier auf'm Land
un nu drinkt wi noch een, twee, dree, veer Beer.
und nun trinken wir noch ein, zwei, drei, vier Bier.

De Mullwurpshupen op de Footballplatz
Die Maulwurfshaufen, auf dem Fussballplatz
warrn Dag för Dag vun den Platzwart plattpett.
werden Tag für Tag vom Platzwart platt getreten.
De Mullwurp mutt woanders hen.
Der Maulwurf muss woanders hin.
He föhlt, dat he allens verleert.
Er fühlt, dass er alles verliert.

 

Man dorop drinkt wi noch een, twee, dree, veer.
Aber darauf trinken wir noch ein, zwei, drei, vier.

Ja, so is dat hier op Land
Ja, so ist das hier auf'm Land
un nu drinkt wi noch een.
und nun trinken wir noch einen.
Ja, so is dat hier op Land
Ja, so ist das hier auf'm Land
un nu drinkt wi noch een, twee, dree, veer...
und nun trinken wir noch ein, zwei, drei, vier...

De Schaukeln weiht blots noch in de Wind.
Die Schaukeln wehen nur noch im Wind.
Un dat Tor hett lang keen Ball mehr sehn.
Das Tor hat lang keinen Ball mehr gesehen.
De Speelplatz hett sien Tieden hatt,
Der Spielplatz hat seine Zeit gehabt.
Un wi Kinner sünd ok nich mehr so kleen.
Wir Kinder sind auch nicht mehr so klein.

 

Man dorop drinkt wi noch een, twee, dree, veer.
Aber darauf trinken wir noch ein, zwei, drei, vier.

Ja, so is dat hier op Land
Ja, so ist das hier auf'm Land
un nu drinkt wi noch een.
und nun trinken wir noch einen.
Ja, so is dat hier op Land
Ja, so ist das hier auf'm Land
un nu drinkt wi noch een, twee, dree, veer...
und nun trinken wir noch ein, zwei, drei, vier...

Ja, so is dat hier op Amrum
Ja, so ist das hier auf Amrum
un nu drinkt wi noch een.
und nun trinken wir noch einen.
Ja, so is dat hier op Amrum
Ja, so ist das hier auf Amrum
un nu drinkt wi noch een, twee, dree, veer, fief, söss, söven Kööm.
und nun trinken wir noch ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Kööm.

 

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15) Jeden Dag - Jeden Tag

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Jümmer wedder, jümmer wedder nee...
Immer wieder, immer wieder neu.
..

 

Lotta harr jümmer lange Hoor
Lotta hatte immer lange Haare
un een Dag sneed se se af.
und eines Tages schnitt sie sie ab.
Peter harr jümmer en Geheemnis
Peter hatte immer ein Geheimnis
un een Dag nehm he't mit in't Graff.
und eines Tages nahm er's mit ins Grab.

Hanne harr jümmer grote Telen
Hanne hatte immer große Ziele
un een Dag weren se bannig kleen.
und eines Tages waren sie sehr klein.
Jochen harr jümmer so'n Sorgen
Jochen hatte immer solche Sorgen
un een Dag leet he't eenfach ween.
und eines Tages ließ er's einfach sein.

Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag.
Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.
 
Anna wull jümmer allens weten
Anna wollte immer alles wissen
un een Dag weer ehr dat egal.
und eines Tages war ihr das egal.
Hinnerk wull Uwe jümmer küssen
Hinnerk wollte Uwe immer küssen
un een Dag wull ok Uwe mit'maal.
und eines Tages wollte Uwe das auch.


Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag.
Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.

Jümmer wedder, jümmer wedder nee.
Immer wieder, immer wieder neu.

Jümmer wedder, jümmer wedder nee.
Immer wieder, immer wieder neu.

Jümmer wedder, jümmer wedder nee.
Immer wieder, immer wieder neu.

Jümmer wedder, jümmer wedder nee.
Immer wieder, immer wieder neu.

 

Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag.
Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.

 

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16) Lange Nacht - Lange Nacht

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

All danzt, all jumpt, all springt,
Alle tanzenn, alle hüpfen, alle springen,
all wüllt frohe Leder singen.
alle wollen frohe Lieder singen.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


Ener seggt: Ik vertell jo enen Witz.
Einer sagt: Ich erzähl euch einen Witz.
All lacht al lang, hebbt de Pointe verschwitzt.
Alle lachen schon lange, haben die Pointe verschwitzt.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


Man de Party stiggt. Benny kümmt mi entgegen.
Aber die Party steigt. Benny kommt mir entgegen.
He kann knapp noch stahn.
Er kann kaum noch stehn.
Jens un Silke knutscht in'n Regen.
Jens und Silke knutschen im Regen.

Een lange Nacht.
Eine lange Nacht.
Een lange Nacht.
Eine lange Nacht.

All danzt, all jumpt, all gröölt,
Alle tanzen, alle springen, alle grölen,
all wüllt sik as de Groten opspelen.
alle wollen sich wie die Großen aufspielen.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


Een schreet: Lüüd, hebbt ji al hört...
Einer schreit: Leute, habt ihr schon gehört...
Keen weet, vun wat he snackt, keen hett dat stört.
Keiner weiß, wovon er redet, keinen hat's gestört.
Nich lang snacken, Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


Man de Party stiggt to ehren Piek, ik wedd,
Aber die Party steigt zu ihrem Höhepunkt, ich wette,
Jens hangt över de Toilett, Silke söcht een Kopppientablett.
Jens hängt über der Toilette, Silke sucht eine Kopfschmerztablette.

Een lange Nacht.
Eine lange Nacht.
Een lange Nacht.
Eine lange Nacht.

 

-> (Bandvorstellung & Ansage Mire)

 

Een lange Nacht.
Eine lange Nacht.
Een lange Nacht.
Eine lange Nacht.

Een lange Nacht. Harr ik nienich dacht, dat ik jümmer noch hier stah.
Eine lange Nacht. Hätte ich nie gedacht, dass ich immer noch hier steh.
Een lange Nacht. Kiek mal, Benny is ok wedder dor.
Das ist eine lange Nacht. Guck mal, Benny ist auch wieder da.
Een lange Nacht. Hebbt wi Atemlos nich graad even al höört?
Eine lange Nacht. Haben wir Atemlos nicht gerade eben schon gehört?
Een lange Nacht. Dat mag ween, man keeneen hett dat stöört.
Das ist eine lange Nacht. Das mag sein, aber keinen hat's gestört.

 

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17) Naspies: Rode Grütt - Nachspeise: Rote Grütze

-> Ansage Mire

 

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18) Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr - Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr

(T: K. Kiesewetter // M: K. Kiesewetter, M.Buthmann, M. Müller, M. Hetmann, L. Knoblauch)

 

He weer ut School kam un he gung to Stadt na de Studenten.
Er war aus der Schule gekommen und zog in die Stadt zu den Studenten.
He föhl sik wohl bi all de junge Lüüd, de em nich kennten.
Er fühlte sich wohl bei all den jungen Leuten, die ihn nicht kannten.
He wull dat Dörp, vun dat he keem, an‘n leefsten dor verswiegen.
Er wollte das Dorf, aus dem er kam, am liebsten dort verschweigen.
He harr mit dat, vun wat he keem, nu gornix mehr to kriegen.
Er hatte mit dem, wo er herkam, nun gar nichts mehr zu tun.
Blots as he eenmal Ferien kreeg un keem to Huus torüch,
Nur als er einmal Ferien bekam und nach Hause zurück kam,
dor lachten all de Lüüd, he seeg em eenfach in‘t Gesicht.
da lachten alle Leute, er sah ihnen einfach ins Gesicht.
Un seen: Wat he graad seggt hett weer, as Hochdüütsch in‘t Gedicht.
Und sagten: Was er gerade gesagt hat, war wie Hochdeutsch im Gedicht.

Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.
Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.

As he mol in de Kroog rinkeem, fung he an to vertellen
Als er mal in den Krug reinkam, fing er an zu erzählen
vun Kunst un vun gode Benehmen un so de Lüüd to quälen.
von Kunst und von gutem Benehmen, und so die Leute zu quälen.
Wenn du so veel vun Kunst versteihst, seggt Hein, un vun Benehmen,
Wenn du so viel von Kunst verstehst, sagt Hein, und von Benehmen,
denn kunnst du al de Tiet ok meist vör uns en Runn utgeven.
dann kannst du auch fast die ganze Zeit für uns eine Runde ausgeben.
Dor keek he Hein ganz trurig an un gung ganz eenfach rut.
Da schaute er Hein ganz traurig an und ging ganz einfach raus.
Un all, de dor weern, Mann för Mann, de lachten sik kaputt.
Und alle, die da waren, Mann für Mann, die lachten sich kaputt.
Se seen: Wo hest du dat denn her, dien dösige Gesicht?
Sie sagten: Wo hast du das denn her, dein dösiges Gesicht?

Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.
Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.

Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.
Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.

As he nu längs de Dörpstraat leep, dee he in‘n Droom versinken.
Als er nun die Dorfstraße entlang lief, versank er in seinen Träumen.
Sien Kinnertiet föhl he ganz deep, he seeg de Lüüd em winken.
Seine Kinderzeit fühlte er ganz tief, er sah die Leute ihm zuwinken.
He dacht: Wat is de Dag doch schöön un all de Lüüd, de winken.
Er dachte: Was ist der Tag doch schön und all die Leute, die winken.
He harr de Kohschiet woll nich sehn, de vör em leeg to stinken.
Er hatte den Kuhfladen wohl nicht gesehen, der stinkend vor ihm lag.
Dor reepen all de Lüüd em to: Peer in de Schiet nich rin!
Da riefen ihm alle Leute zu: Peer in die Scheiße nicht rein!
Un he wunk wedder, weer so froh, un harr de Fööt al bin.
Und er winkte zurück, war so froh, und hatte die Füße schon drinnen.
Ik segg di nich „Tritt“, ik segg „Peer“, see een em in‘t Gesicht.
Ich sag dir nicht „Tritt“, ich sag „Peer“, sagte einer ihm ins Gesicht.

 

Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.
Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.
Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.
Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr un he versteiht uns nich.
Mein Gott, er kann kein Plattdeutsch mehr und er versteht uns nicht.

 

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19) Amrum (Studio-Variante) - Amrum (Studio-Version)

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller)

 

Bi di aat ik in un föhl mi tohuus.
Bei dir atme ich ein und fühl mich zuhaus.
Bi di gah ik in‘n Regen rut.
Bei dir geh ich im Regen raus
Bi di warrt mi warm, wenn dat sniet.
Bei dir wird mir warm, wenn es schneit.
Du büst kommodig, ik vergeet de Tiet.
Du bist gemütlich, ich vergess die Zeit.

Un all de Sörgen laat ik an Land,
Und alle Sorgen lass ich an Land,
stieg op de Fähr na Lüchttoorn un Strand.
steig auf die Fähre zu Leuchtturm und Strand.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

Bi di warrt allens kleen un dat Klene so groot.
Bei dir wird alles klein und das Kleine so groß.
Bi di laat ik den Ballast los.
Bei dir lass ich den Ballast los.
Bi di danz ik barfoot en Runn.
Bei dir tanz ich barfuß eine Runde.
Du büst dat Glück, dat ik vörher nich funn.
Du bist das Glück, das ich vorher nicht fand.

Un all de Sörgen laat ik an Land,
Und alle Sorgen lass ich an Land,
stieg op de Fähr na Lüchttoorn un Strand.
steig auf die Fähre zu Leuchtturm und Strand.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.


Dien Leed klingt as Ebb un Floot, as Water un Storm.
Dein Lied klingt wie Ebbe und Flut, wie Wasser und Sturm.
Dien Leed klingt as Mövengeschree
Dein Lied klingt wie Möwengeschrei
un ruuschen Wellen in miene Ohren.
und rauschende Wellen in meinen Ohren.

(Dat deit so weh, dat dat schöön is.)
(Das tut so weh, dass es schön ist.)


Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

Amrum – du büst so schöön, dat dat weh deit.
Amrum – du bist so schön, dass es weh tut.
Amrum – dat deit so weh, dat dat schöön is.
Amrum – das tut so weh, dass es schön ist.
Amrum – dat deit so goot, wenn dat weiht
Amrum – es tut so gut, wenn es weht
un dat deit weh, wenn een geiht.
und es tut weh, wenn man geht.

 

⬆︎ na baven - nach oben