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GANZ GOOT (2016)

 

01) Tohuus 

02) Blots wi twee 

03) Ganz Goot 

04) Lange Nacht 

05) Buten an't Meer 

06) Gliek 

07) Koffer 

08) Jeden Dag 

09) Reeperbahn 

10) Droomfruu 

11) Leder



1) Tohuus - Zuhause

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Vele Öörd, vele Wöör, de ehr Bedüden ik nich kenn.
Viele Orte, viele Worte, deren Bedeutung ich nicht kenn.
In mi wasst wat. Klene Unrohstifter nehmt mien Magen in.
In mir wächst was. Kleine Unruhestifter nehmen meinen Magen ein.
Ik föhl mi eensam mang all de Minschen, Heimwehmoot alleen.
Ich fühl mich einsam zwischen all den Menschen, Heimwehmut allein.
De Anker is lang licht.
Der Anker ist längst gelichtet.
In enen Haven fohr ik jümmer wedder rin.
In einen Hafen fahr ich immer wieder rein.
 
Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.

Vele Bläder, vele Twiegen hebbt de Bööm, de hier staht.
Viele Blätter, viele Zweige haben die Bäume, die hier stehn.
Miene Fööt blievt an'n Bodden, slaat nu Wutteln in'n Grund.
Meine Füße bleiben am Boden, schlagen jetzt Wurzeln in dem Grund.
Ik mag rennen, schuckeln un verrückt ween, Feernwehmoot alleen.
Ich mag rennen, schaukeln und verrückt sein, Fernwehmut allein.
De wiede Welt will ik ümarmen.
Die weite Welt will ich umarmen.
In enen Haven fohr ik jümmer wedder rin.
In einen Hafen fahr ich immer wieder rein.

Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.
 
Dien Blick dröppt mi.
Dein Blick trifft mich.
Du kickst mi in't Hart ahn Ümweg.
Du siehst mir in Herz ohne Umweg.
Dat is so eenmalig ehrlich.
Das ist so einmalig ehrlich.
Dat is so eenmalig ehrlich.
Das ist so einmalig ehrlich.

Tohuus is dor, wo mien Hart sleit.
Zuhause ist da, wo mein Herz schlägt.
Tohuus is dor, wo mi dat goot geiht.
Zuhause ist da, wo es mir gut geht.
De Bootssteg, wenn Winnen weiht, dat büst du.
Der Bootssteg, wenn Winde wehn, das bist du.

 

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02) Blots wi twee - Nur wir zwei

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Wenn ik swiegen will, sett ik mi an'n Elvstrandrand.
Wenn ich schweigen will, setz ich mich an den Elbstrandrand.
Wenn ik tellen will, tell ik den Sand in miene Hand.
Wenn ich zählen will, zähl ich den Sand in meiner Hand.
Heff al dusend klene Stenen ümdreiht.
Hab schon tausend kleine Steine umgedreht.

Wenn ik snacken will, vertell mi wat vun diene Welt.
Wenn ich reden will, erzähl mir was von deiner Welt.
Wenn ik danzen will, speel en Leed, dat mi gefallt.
Wenn ich tanzen will, spiel ein Lied, das mir gefällt.
Wenn ik alleen ween will, warrst du mi hier nich sehn.
Wenn ich allein sein will, wirst du mich hier nicht sehn.

Wenn di dat gefallt, denn bliev doch hüüt bi mi,
Wenn dir das gefällt, dann bleib doch heut bei mir,
denn bliev hüüt bi mi.
dann bleib heut bei mir.

Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.
Bit dat de Maand verswinnt un de Sünn uns wedder lacht
Bis der Mond verschwindet und die Sonne uns wieder lacht

hebbt wi de Nacht to'n Dag maakt,
haben wir die Nacht zum Tag gemacht,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.

Wenn ik free ween will, loop ik los un bliev nich stahn.
Wenn ich frei sein will, lauf ich los und bleib nicht stehn.
Wenn ik drömen will, drööm ik mi dat Leven schöön.
Wenn ich träumen will, träum ich mir das Leben schön.
Heff al dusend grote Bööd fohren sehn.
Hab schon tausend große Bote fahren sehn.


Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.
Bit dat de Maand verswinnt un de Sünn uns wedder lacht
Bis der Mond verschwindet und die Sonne uns wieder lacht

hebbt wi de Nacht to'n Dag maakt,
haben wir die Nacht zum Tag gemacht,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.

 

Un de Schepen treckt so snell an uns vörbi,
Und die Schiffe, ziehn so schnell an uns vorbei,
blots wi twee, blots wi twee.
nur wir zwei, nur wir zwei.
Blots wi twee, blots wi twee.
Nur wir zwei, nur wir zwei.

 

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03) Ganz Goot - Ganz Gut

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Jede Dag is en lüttje Stück vun't Mosaik vun't Leven.
Jeder Tag ist ein kleines Stück vom Mosaik des Lebens.
Keen Dag is vergevens.
Kein Tag ist vergebens.
Un jede Gedank, den du di dinken kannst,
Und jeder Gedanke, den du dir denken kannst,
hett sien egen Biller, hett sien egen Glanz.
hat seine eigenen Bilder, hat seinen eigenen Glanz.


Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.
Un bi allens, wat swoor is,
Und bei allem, was schwer ist,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.

Jede Droom is en lüttje Spoor. Se föhrt to't Glück vun't Leven.
Jeder Traum ist eine kleine Spur. Sie führt zum Glück des Lebens.
Keen Droom is vegevens.
Kein Traum ist vergebens.
Un jede Ümweg, den du nehmen kannst,
Und jeder Umweg, den du nehmen kannst,
hett sien egen Biller, hett sien egen Glanz.
hat seine eigenen Bilder, hat seinen eigenen Glanz.
 
Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.
Un bi allens, wat swoor is,
Und bei allem, was schwer ist,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.

Kloor, allens geiht noch veel beter, höger, sneller, wieder.
Klar, alles geht noch viel besser, höher, schneller, weiter.
Dat geiht woll ok armer, man ja ok jümmer rieker.
Es geht wohl auch ärmer, aber ja auch immer reicher.
Kloor, jeder hett sien Telen. Man wi wüllt so veel.
Klar, jeder hat seine Ziele. Aber wir wollen so viel.
Sünd wi eenmal tofreden?
Sind wir einmal zufrieden?

Uns geiht't doch ganz goot mit dat, wo wi leevt,
Uns geht's doch ganz gut mit dem, wie wir leben,
mit dat, wat wi hebbt. Wi hebbt so veel beleevt.
mit dem, was wir haben. Wir haben so viel erlebt.
Uns geiht't doch ganz goot.
Uns geht's doch ganz gut.
Un bi allens, wat swoor is,
Und bei allem, was schwer ist,
haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
hoffe ich, dass du es niemals vergisst:


(Uns geiht't doch ganz goot) Mit dat, wo wi leevt,
(Uns geht's doch ganz gut) Mit dem, wie wir leben,
(Uns geiht't doch ganz goot) Wi hebbt so veel beleevt.
(Uns geht's doch ganz gut) Wir haben so viel erlebt.
(Uns geiht't doch ganz goot)
Un bi allens, wat swoor is,

(Uns geht's doch ganz gut) Und bei allem, was schwer ist,
(Uns geiht't doch ganz goot) haap ik, dat du't dien Leevdag nich vergittst:
(Uns geht's doch ganz gut) hoffe ich, dass du es niemals vergisst:

Ganz goot.

Ganz gut.

 

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04) Lange Nacht - Lange Nacht

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

All lacht, all jumpt, all springt,
Alle lachen, alle hüpfen, alle springen,
all wüllt frohe Leder singen.
alle wollen frohe Lieder singen.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


Ener seggt: Ik vertell jo enen Witz.
Einer sagt: Ich erzähl euch einen Witz.
All lacht al lang, hebbt de Pointe verschwitzt.
Alle lachen schon lange, haben die Pointe verschwitzt.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


De Party löppt. Benny kümmt mi entgegen.
Die Party läuft. Benny kommt mir entgegen.
He kann knapp noch stahn.
Er kann kaum noch stehn.
Jens un Silke knutscht in'n Regen.
Jens und Silke knutschen im Regen.

Een lange Nacht. (Wat ist dat?)
Eine lange Nacht. (Was ist das?)
Dat is een lange Nacht.
Das ist eine lange Nacht.

All danzt, all suupt, all gröölt,
Alle tanzen, alle saufen, alle grölen,
all wüllt sik as de Groten opspelen.
alle wollen sich wie die Großen aufspielen.
Nich lang snacken. Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


Een schreet: Lüüd, hebbt ji al hört...
Einer schreit: Leute, habt ihr schon gehört...
Keen weet, vun wat he snackt, keen hett dat stört.
Keiner weiß, wovon er redet, keinen hat's gestört.
Nich lang snacken, Kopp in'n Nacken!
Nicht lang schnacken. Kopf in den Nacken!


Man de Party stiggt to ehren Piek, ik wedd,
Aber die Party steigt zu ihrem Höhepunkt, ich wette,
Jens hangt över de Toilett, Silke söcht een Kopppientablett.
Jens hängt über der Toilette, Silke sucht eine Kopfschmerztablette.

Een lange Nacht. (Wat ist dat?)
Eine lange Nacht. (Was ist das?)
Dat is een lange Nacht.
Das ist eine lange Nacht.

Een lange Nacht.(Harr ik nienich dacht, dat ik jümmer noch hier stah.)
Eine lange Nacht. (Hätte ich nie gedacht, dass ich immer noch hier steh.)
Dat is een lange Nacht. (Kiek mal, Benny is ok wedder dor.)
Das ist eine lange Nacht. (Guck mal, Benny ist auch wieder da.)
Een lange Nacht. (Hebbt wi Atemlos nich graad even al höört?)
Eine lange Nacht. (Haben wir Atemlos nicht gerade eben schon gehört?)
Dat is een lange Nacht. (Dat mag ween, man keeneen hett dat stöört.)
Das ist eine lange Nacht. (Das mag sein, aber keinen hat's gestört.)

 

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05) Buten an't Meer - Draussen am Meer

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
sehn den Wellen nach bis um drei.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
buten an't Meer, buten an't Meer.
draußen am Meer, draußen am Meer.

Wiet un siet keen Minsch to sehn,
Weit und breit kein Mensch zu sehn,
blots de Wind singt uns hüüt siene klene Melodie.
nur der Wind singt uns heut seine kleine Melodie.


Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
sehn den Wellen nach bis um drei.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
buten an't Meer, buten an't Meer.
draußen am Meer, draußen am Meer.

Graue Nacht liggt op dat Land.
Graue Nacht liegt auf dem Land.
De letzten Lichter hoolt wi sülven in de Hand.
Die letzten Lichter halten wir selber in der Hand.

Kumm mit na'n Haven, wi gaht an de See,
Komm mit zum Hafen, wir gehn an die See,
seht den Wellen na bit Klock dree.
sehn den Wellen nach bis um drei.
Kumm mit, wi reist den Storm hinnerher,
Komm mit, wir reisen dem Sturm hinterher,
buten an't Meer, buten an't Meer.
draußen am Meer, draußen am Meer.

 

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06) Gliek - Gleich

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Vele Weeg liggt noch vör uns.
Viele Wege liegen noch vor uns.
Vele Weeg leden wi torüch.
Viele Wege legten wir zurück.
Vele Länner hebbt wi al sehn.
Viele Länder haben wir schon gesehn.
Mal weer dat koolt, mal weer dat hitt.
Mal war es kalt, mal war es heiß.

Vele Geschichten köönt wi vertellen.
Viele Geschichten können wir erzählen.
Vele Geschichten hebbt wi al höört.
Viele Geschichten haben wir schon gehört.
Vele Minschen hebbt wi dor drapen.
Viele Menschen haben wir da getroffen.
All weren verscheden un all weren gliek.
Alle waren verschieden und alle waren gleich.
Se atent Lengen un Freden, Freeheit un Leevde.
Sie atmen Sehnsucht und Frieden, Freiheit und Liebe.

All weren gliek.
Alle waren gleich.

Klene Kinner sünd wi mal ween.
Kleine Kinder sind wir mal gewesen.
Klene Kinner sünd al lang groot.
Kleine Kinder sind schon lange groß.
Un as Kinner kunnen wi dat licht verstahn:
Und als Kinder konnten wir das leicht verstehn:
All weren verscheden un all weren gliek.
Alle waren verschieden und alle waren gleich.
Se atent Lengen un Freden, Freeheit un Leevde.
Sie atmen Sehnsucht und Frieden, Freiheit und Liebe.

All weren gliek.
Alle waren gleich.

All weren gliek.
Alle waren gleich.

 

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07) Koffer - Koffer

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Ik pack hüüt den Koffer för miene Reis
Ich pack heut den Koffer für meine Reise
op't Land, rut in de wiede Welt.
auf's Land, raus in die weite Welt.
So groot is mien Koffer, ik pack allens rin,
So groß ist mein Koffer, ich pack alles rein,
wat mi in miene klenen Hannen fallt:
was mir in meine kleinen Hände fällt:

De Popp vun Oma, de bruuk ik bestimmt,
Die Puppe von Oma, die brauch ich bestimmt,
Zeddel un Stiften, de Klock, de so glimmt,
Zettel und Stifte, die Uhr, die so glänzt,
en Beker mit Wörpels un, wiel ik dat mag,
ein Becher mit Würfeln und, weil ich das mag,
mien Töverdook mit mien Töverstaav.
mein Zaubertuch mit meinem Zauberstab.

Ik pack hüüt den Koffer för miene Reis
Ich pack heut den Koffer für meine Reise
op't Land, rut in de wiede Welt.
auf's Land, raus in die weite Welt.
So groot is mien Koffer, ik pack allens rin,
So groß ist mein Koffer, ich pack alles rein,
wat mi in miene klenen Hannen fallt:
was mir in meine kleinen Hände fällt:

Dat Book mit de Deerten, dat klene Gespenst,
Das Buch mit den Tieren, das kleine Gespenst,
Bäll so bunt, dat du se glieks erkennst,
Bälle so bunt, dass du sie gleich erkennst,
en Feernrohr ut Papp un, wiel mi dat steiht,
ein Fernrohr aus Pappe und, weil mir das steht,
mien gelet Kleed, dat hett mi Mudders neiht.
mein gelbes Kleid, das hat mir Mutter genäht.

Ik pack hüüt den Koffer för miene Reis
Ich pack heut den Koffer für meine Reise
op't Land, rut in de wiede Welt.
auf's Land, raus in die weite Welt.
So groot is mien Koffer, ik pack allens rin,
So groß ist mein Koffer, ich pack alles rein,
wat mi in miene klenen Hannen fallt:
was mir in meine kleinen Hände fällt:

 

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08) Jeden Dag - Jeden Tag

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Lotta harr jümmer lange Hoor
Lotta hatte immer lange Haare
un een Dag sneed se se af.
und eines Tages schnitt sie sie ab.
Peter harr jümmer en Geheemnis
Peter hatte immer ein Geheimnis
un een Dag nehm he't mit in't Graff.
und eines Tages nahm er's mit ins Grab.

Hanne harr jümmer grote Telen
Hanne hatte immer große Ziele
un een Dag weren se bannig kleen.
und eines Tages waren sie sehr klein.
Jochen harr jümmer so'n Sorgen
Jochen hatte immer solche Sorgen
un een Dag leet he't eenfach ween.
und eines Tages ließ er's einfach sein.

Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag.
Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.
 
Anna wull jümmer allens weten
Anna wollte immer alles wissen
un een Dag weer ehr dat egal.
und eines Tages war ihr das egal.
Hinnerk wull Uwe jümmer küssen
Hinnerk wollte Uwe immer küssen
un een Dag wull ok Uwe mit'maal.
und eines Tages wollte Uwe das auch.


Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag.
Wiel de Welt nich so blifft, as se is,
Weil die Welt nicht so bleibt, wie sie ist,
köönt wi uns ännern jeden Dag, jeden Dag, jeden Dag.
können wir uns ändern jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.

Jümmer wedder, jümmer wedder nee.
Immer wieder, immer wieder neu.

 

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09) Reeperbahn - Reeperbahn

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Sülvern klingt un springt de Hüer, hüüt speel ik dat feine Oos.
Silbern klingt und springt die Heuer, heut spiel ich das feine Aas.
Hüüt is di ok nix to düer, morgen geiht dien Reis ja los.
Heut ist dir auch nichts zu teuer, morgen geht deine Reise ja los.
Langsam bummel ik ganz alleen de Reeperbahn na de Freiheit rop.
Langsam bummel ich ganz allein die Reeperbahn zur Freiheit rauf.
Draap ik enen Smucken, enen Flachskopp, den gavel ik mi op.
Treffe ich einen gutaussehenden Blondschopf, den gabel ich mir auf.

Kumm doch, lever Klener, wees doch mien un segg nich nee.
Komm doch, lieber Kleiner, sei doch mein und sag nicht nein.
Du schasst bet morgen fröh Klock negen mien klener Leevster ween.
Du sollst bis morgen früh um neun mein kleiner Liebster sein.
Wenn du dat wullt, denn bün ik di tro, sogar bet Klock teihn.
Wenn du das willst, dann bin ich dir treu, sogar bis um zehn.
Haak mi ünner, wi bummelt tosamen maal loos, Kaptein.
Hak mich unter, wir bummeln zusammen mal los, Kapitän.

Op de Reeperbahn Klock halvig een,
Auf der Reeperbahn um halb eins,
wat du'n Macker hest oder hest keen,
ob du einen Macker hast oder keinen hast,
amüseerst du di, un dat segg ik di,
amüsierst du dich, und das sag ich dir,
op de Reeperbahn Klock halvig een.
auf der Reeperbahn um halb eins.
'Keen noch nie nich in so ene Nacht
Wer noch niemals in so einer Nacht
enen Reeperbahnbummel hett maakt,
einen Reeperbahnbummel gemacht hat,
is een arme Wicht, se kennt di nich,
ist eine arme Frau, sie kennt dich nicht,
mien St. Pauli, St. Pauli bi Nacht.
mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

Kümmst du torüch in't tokamen Johr, bruun brennt as dat is in Mood,
Kommst du zurück im nächsten Jahr, braun gebrannt wie's in Mode ist,
heff ik miene blonden Hoor swatt farvt, villicht ok root.
hab ich meine blonden Haare schwarz gefärbt, vielleicht auch rot.
Gröt di denn een frömde Deern, du geihst vörbi un du kennst se nich,
Grüßt dich dann ein fremdes Mädchen, du gehst vorbei und erkennst sie
kümmt di villicht de Erinnerung wedder, wenn lies se to di sprickt.
kommt dir vielleicht die Erinnerung wieder, wenn leis sie zu dir spricht.

Kumm doch, lever Klener, wees doch mien un segg nich nee.
Komm doch, lieber Kleiner, sei doch mein und sag nicht nein.
Du schasst bet morgen fröh Klock negen mien klener Leevster ween.
Du sollst bis morgen früh um neun mein kleiner Liebster sein.
Wenn du dat wullt, denn bün ik di tro, sogar bet Klock teihn.
Wenn du das willst, dann bin ich dir treu, sogar bis um zehn.
Haak mi ünner, wi bummelt tosamen maal loos, Kaptein.
Hak mich unter, wir bummeln zusammen mal los, Kapitän.

Op de Reeperbahn Klock halvig een,
Auf der Reeperbahn um halb eins,
wat du'n Macker hest oder hest keen,
ob du einen Macker hast oder keinen hast,
amüseerst du di, un dat segg ik di,
amüsierst du dich, und das sag ich dir,
op de Reeperbahn Klock halvig een.
auf der Reeperbahn um halb eins.
'Keen noch nie nich in so ene Nacht
Wer noch niemals in so einer Nacht
enen Reeperbahnbummel hett maakt,
einen Reeperbahnbummel gemacht hat,
is een arme Wicht, se kennt di nich,
ist eine arme Frau, sie kennt dich nicht,
mien St. Pauli, St. Pauli bi Nacht.
mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

 

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10) Droomfruu - Traumfrau

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Jeden Avend sitt ik hier, links an'n Tresen op mien Platz,
Jeden Abend sitz ich hier, links am Tresen auf meinem Platz,
smök Zigaretten, drink 'n Beer
rauch Zigaretten, trink ein Bier
un fraag mi männichmal: Segg mal, fehlt di wat?
und frag mich manchmal: Sag mal, fehlt dir was?

In miene Drööm dükerst du op, man an'n Dag büst du nie dor, Droomfruu, oh man.
In meinen Träumen tauchst du auf, doch am Tag bist du nie da, Traumfrau, oh man.
Jo, de Fraag is nu, wenn un wo un wat överhaupt ik di finnen kann.
Ja, die Frage ist jetzt, wann und wo und ob überhaupt ich dich finden kann.

Iris, giff mal noch'n Beer. Ach wat, ik nehm ok noch'n Schnaps.
Iris, gib mal noch'n Bier. Ach was, ich nehm auch noch'n Schnaps.
Lütt un Lütt, so seggt man hier.
Lütt un Lütt, so sagt man hier.
Un so maakt uns dat Leven Spaaß.
Und so macht uns das Leben Spaß.

In miene Drööm dükerst du op, man an'n Dag büst du nie dor, Droomfruu, oh man.
In meinen Träumen tauchst du auf, doch am Tag bist du nie da, Traumfrau, oh man.
Jo, de Fraag is nu, wenn un wo un wat överhaupt ik di finnen kann.
Ja, die Frage ist jetzt, wann und wo und ob überhaupt ich dich finden kann.

Du seggst, ik schall ok bald na Huus. Een Beer noch, för den Weg.
Du sagst, ich soll auch bald nach Haus. Ein Bier noch, für den Weg.
Iris, nu smiet mi doch nich rut!
Iris, jetzt schmeiß mich doch nicht raus!
Oh, mit de Froonslüüd heff ik jümmer Pech.
Oh, mit den Frauen hab ich immer Pech.

In miene Drööm dükerst du op, man an'n Dag büst du nie dor, Droomfruu, oh man.
In meinen Träumen tauchst du auf, doch am Tag bist du nie da, Traumfrau, oh man.
Jo, de Fraag is nu, wenn un wo un wat överhaupt ik di finnen kann.
Ja, die Frage ist jetzt, wann und wo und ob überhaupt ich dich finden kann.

 

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11) Leder - Lieder

(T: M. Buthmann // M: M. Buthmann, M. Müller, L. Knoblauch, M. Hetmann)

 

Du steihst vör de Döör, steihst en beten neven di.
Du stehst vor der Tür, stehst ein bisschen neben dir.
Un ik seh dat an dien Blick,
Und ich seh das an deinem Blick,
bruukst keen Bewies un kene Wöör.
brauchst keinen Beweis und keine Worte.
Kumm eerstmal rin, ik kaak uns Tee.
Komm erstmal rein, ich koch uns Tee.
Tosamen kümmt allens op Stee.
Zusammen kommt alles in Ordnung.

Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Lass uns Lieder vom Leben und vom Sterben singen.
Laat uns lachen, laat uns wenen, laat uns Frünnen ween.
Lass uns lachen, lass uns weinen, lass uns Freunde sein.
Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Lass uns Lieder vom Leben uns vom Sterben singen.
Laat uns allens, allens, wat wi hebbt, mitnanner delen,
Lass uns alles, alles, was wir haben, miteinander teilen,
allens, wat wi hebbt, mitnanner delen.
alles, was wir haben, miteinander teilen.

Wenn ik keen Utweg seh, büst du de Minsch, to den ik gah.
Wenn ich keinen Ausweg seh, bist du der Mensch, zu dem ich geh.
Du hest jümmer för mi Tiet.
Du hast immer für mich Zeit.
Denn deit allens nich mehr so weh.
Dann tut alles nicht mehr so weh.
Kumm eerstmal rin, ik kaak uns Tee.
Komm erstmal rein, ich koch uns Tee.
Tosamen kümmt allens op Stee.
Zusammen kommt alles in Ordnung.

Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Lass uns Lieder vom Leben und vom Sterben singen.
Laat uns lachen, laat uns wenen, laat uns Frünnen ween.
Lass uns lachen, lass uns weinen, lass uns Freunde sein.
Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Lass uns Lieder vom Leben uns vom Sterben singen.
Laat uns allens, allens, wat wi hebbt, mitnanner delen,
Lass uns alles, alles, was wir haben, miteinander teilen,
allens, wat wi hebbt, mitnanner delen.
alles, was wir haben, miteinander teilen.

 

Allens, wat wi hebbt.
Alles, was wir haben.

Allens, wat wi hebbt.
Alles, was wir haben.

Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Lass uns Lieder vom Leben und vom Sterben singen.
Laat uns lachen, laat uns wenen, laat uns Frünnen ween.
Lass uns lachen, lass uns weinen, lass uns Freunde sein.
Laat uns Leder vun't Leven un vun't Starven singen.
Lass uns Lieder vom Leben uns vom Sterben singen.
Laat uns allens, allens, wat wi hebbt, mitnanner delen,
Lass uns alles, alles, was wir haben, miteinander teilen,
allens, wat wi hebbt, mitnanner delen.
alles, was wir haben, miteinander teilen.

 

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