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01) La Paloma oje - La Paloma oje

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 
Du büst mit dien noordisch Gemööt dör all Straten fohrn,
Du bist mit deinem nordischen Gemüt durch alle Straßen gefahren,
dör all Fleeten mit den Kahn
durch alle Fleete mit dem Kahn
vun Nikolai bit Hamborg Süüd. Du kennst de Straten vun dien Stadt,
von Nikolai bis Hamburg Süüd. Du kennst die Straßen deiner Stadt,
jeden Weg un jeden Padd.
jeden Weg und jeden Pfad.
Jümmer busy, jümmer wedder op de Ka-Karriereledder.
Immer busy, immer wieder auf der Ka-Karriereleiter.

Un de Daddelautomat drifft di en Grienen in‘t Gesicht.
Und der Daddelautomat treibt dir ein Grinsen ins Gesicht.
So as öft dröömst du opstünns vun witten Strand un Sünnenlicht.
Wie so oft träumst du auch jetzt von weißem Strand und Sonnenlicht.
Man dat Wedder is nich goot. Un de Lunen, de sünd slecht.
Aber das Wetter ist nicht gut. Und die Launen, die sind schlecht.
Twischen Bedrööfnis un Weh dinkst du an Knete un See.
Zwischen Betrübnis und Weh denkst du an Knete und See.

Du weerst nie-nie-nie-nienich op so en grote Reis.
Du warst nie-nie-nie-niemals auf so einer großen Reise.

Man de Wind hett di en Leed vertellt: LA PALOMA OJE. Du sittst alleen an‘n Fischmarkt.
Aber der Wind hat dir ein Lied erzählt: LA PALOMA OJE. Du sitzt allein am Fischmarkt.
Linie 62 un dat Water sleit in‘n Rhythmus an dien Teh. LA PALOMA OJE.
Linie 62 und das Wasser schlägt im Rhythmus an deinen Zeh. LA PALOMA OJE.
Du sittst alleen an‘n Fischmarkt un dat deit so weh.
Du sitzt allein am Fischmarkt und das tut so weh.

Du hest doch eenmal hitte Drömen hatt, hest all de Pinten bespeelt
Du hast doch einmal heiße Träume gehabt, hast alle Pinten bespielt
un op de grote Freeheit teelt.
und auf die große Freiheit gezielt.
Rock‘n‘Roll keem graad eerst op. Du hest den Beat deep inhaleert
Rock’n’Roll kam gerade erst auf. Du hast den Beat tief inhaliert
un de Stones mit Freud studeert.
und die Stones mit Freude studiert.
Wat in Otze oder Tippel II, nargends föhltst du di so free.
Ob in Otze oder Tippel II, nirgendwo fühlst du dich so frei.

Bi de Jukebox an de Wand drückst du dien Leed „Maal dat swatt“.
Bei der Jukebox an der Wand drückst du dein Lied „Paint it black“.
Un du dinkst an diene Jungs, ji weren to‘t Weltstar-Ween parat.
Und du denkst an deine Jungs, ihr wart zum Weltstar sein bereit.
Man de Nacht, de is nich oolt. Un de Dag, de is noch jung.
Aber die Nacht, die ist nicht alt. Und der Tag, der ist noch jung.
Twischen Kümmel un Korn singst du vun Pest un Kap Horn.
Zwischen Kümmel und Korn singst du von Pest und Kap Horn.

Du weerst nie-nie-nie-nienich op so en grote Reis.
Du warst nie-nie-nie-niemals auf so einer großen Reise.

Man de Wind hett di en Leed vertellt: LA PALOMA OJE. Du sittst alleen an‘n Fischmarkt.
Aber der Wind hat dir ein Lied erzählt: LA PALOMA OJE. Du sitzt allein am Fischmarkt.
Linie 62 un dat Water sleit in‘n Rhythmus an dien Teh. LA PALOMA OJE.
Linie 62 und das Wasser schlägt im Rhythmus an deinen Zeh. LA PALOMA OJE.
Du sittst alleen an‘n Fischmarkt.
Du sitzt allein am Fischmarkt.
De Wind hett di en Leed vertellt: LA PALOMA OJE. Du sittst alleen an‘n Fischmarkt.
Der Wind hat dir ein Lied erzählt: LA PALOMA OJE. Du sitzt allein am Fischmarkt.
Linie 62 un dat Water sleit in‘n Rhythmus an dien Teh. LA PALOMA OJE.
Linie 62 und das Wasser schlägt im Rhythmus an deinen Zeh. LA PALOMA OJE.
Du sittst alleen an‘n Fischmarkt un dat deit so weh.
Du sitzt allein am Fischmarkt und das tut so weh.

 

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02) Tüdelband - Tüdelband

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

Vorlage:  "An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband" (Couplet der Gebrüder Wolf)

 

An de Eck steiht‘n Jung mit‘n Tüdelband,
An der Ecke steht ein Junge mit einem Tüdelband,
in de anner Hand‘n Botterbroot mit Kees.
in der anderen Hand ein Butterbrot mit Käse.
Wenn he blots nich mit de Benen in‘n Tüdel kümmt...
Wenn er bloß nicht mit den Beinen durcheinander kommt...
Un dor liggt he ok al lang op de Nees.
Und da liegt er auch schon lang auf der Nase.
Un he rasselt mit‘n Dassel op‘n Kantsteen.
Und er rasselt mit dem Kopf auf den Kantstein.
Un he bitt sik ganz gehörig op de Tung.
Und er beißt sich ganz gehörig auf die Zunge.
As he opsteiht, seggt he: „Hett nich weh daan.“
Als er aufsteht, sagt er: „Hat nicht weh getan.“
Dat is‘n Klacks för so‘n Hamborger Jung.
Das ist ein Klacks für so einen Hamburger Jungen.

An de Eck steiht‘n Deern mit‘n Eierkorf,
An der Ecke steht ein Mädchen mit einem Eierkorb,
in de anner Hand‘n grote Buddel Rum.
in der anderen Hand eine große Flasche Rum.
Wenn se blots nich mit de Eier op dat Plaaster sleit...
Wenn sie bloß nicht mit den Eiern auf das Pflaster schlägt...
Un dor seggt dat ok al lang „bumm bumm“.
Und da sagt das auch schon lang „bumm bumm“.
Un se smitt de Eier un den Rum tosamen.
Und sie schmeißt die Eier und den Rum zusammen.
Un se seggt: „So‘n Eiergrog, den heff ik geern.“
Und sie sagt: „So einen Eiergrog, den hab ich gern.“
As se opsteiht, seggt se: „Hett nich weh daan.“
Als sie aufsteht, sagt sie: „Hat nicht weh getan.“
Dat is‘n Klacks för so‘n Hamborger Deern.
Das ist ein Klacks für so ein Hamburger Mädchen.

Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun, ruckzuck över‘n Zaun.
Klauen, klauen, Äpfel wollen wir klauen, ruckzuck über den Zaun.
En jede aber kann dat nich, denn se mutt ut Hamborg sien.
Eine jede aber kann das nicht, denn sie muss aus Hamburg sein.
Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun, ruckzuck över‘n Zaun.
Klauen, klauen, Äpfel wollen wir klauen, ruckzuck über den Zaun.
En jede aber kann dat nich, denn se mutt ut Hamborg sien.
Eine jede aber kann das nicht, denn sie muss aus Hamburg sein.


An de Eck steiht'n Bühn mit de Tüdelband,
An der Ecke steht eine Bühne mit der Tüdelband,
op de anner Siet höört vele Lüüd ehr to.
auf der anderen Seite hören viele Leute ihr zu.
Wenn se mit Gitarr un Slagtüüch Remmi-Demmi maakt,
Wenn sie mit Gitarre und Schlagzeug Remmi-Demmi macht,
denn dinkt keeneen mehr an "Herrn Pastor sien Koh".
dann denkt niemand mehr an "Herrn Pastor sien Koh".
Un se singt op Platt in disse hogen Tiden.
Und sie singt auf Platt in diesen hohen Zeiten.
För de Spraak is dat nu lang noch nich dat Enn.
Für die Sprache ist das nun lang noch nicht das Ende.
Wo se opduukt, speelt se niege Leder.
Wo sie auftaucht, spielt sie neue Lieder.
Dat is’n Klacks för so’n Hamborger Band.
Das ist ein Klacks für so eine Hamburger Band.

Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun, ruckzuck över‘n Zaun.
Klauen, klauen, Äpfel wollen wir klauen, ruckzuck über den Zaun.
En jede aber kann dat nich, denn se mutt ut Hamborg sien.
Eine jede aber kann das nicht, denn sie muss aus Hamburg sein.
Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun, ruckzuck över‘n Zaun.
Klauen, klauen, Äpfel wollen wir klauen, ruckzuck über den Zaun.
En jede aber kann dat nich, denn se mutt ut Hamborg sien.
Eine jede aber kann das nicht, denn sie muss aus Hamburg sein.

Ach, Kinners, is doch schietegal, wo een vun wegkümmt: Hamborg, Tor zur Welt!
Ach, Kinder, ist doch völlig egal, wo jemand herkommt: Hamburg, Tor zur Welt!

 

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03) Vergellen - Vergeltung

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 

Vergellen! Vergellen schall dat ween! Dreemaal de Flöök, dreemaal dat Schreen!
Vergeltung! Vergeltung soll das sein! Dreimal der Fluch, dreimal das Schreien!

Vergellen! Vergellen schall dat ween! Dreemaal de Flöök, dreemaal dat Schreen!
Vergeltung! Vergeltung soll das sein! Dreimal der Fluch, dreimal das Schreien!

 

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04) Waalfisch Moby Dick I - Walfisch Moby Dick I

(M: M.Buthmann, M. Müller)

 

-> Instrumental

 

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05) Crème brûlée - Crème brûlée

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 

Achter de Bürogordinen snell en Stang vull Geld verdenen.
Hinter den Bürogardinen schnelle eine Stange voll Geld verdienen.
Swatte Tahlen, rode Tahlen. Wichtig is, de Möhlen mahlen.
Schwarze Zahlen, rote Zahlen. Wichtig ist, die Mühlen mahlen.

Time is money, Tiet is Geld. Un dat Geld regeert de Welt.
Time is money, Zeit ist Geld. Und das Geld regiert die Welt.
För en Appel oder fief büst du hüüt al lang dorbi.
Für einen Apfel oder fünf bist du heute schon lang dabei.

Arbeit maakt Hoornhuut tegen den Kummer.
Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.
Keen sik geern bückt, den deit de Rüüch nich so weh.
Wer sich gern bückt, dem tut der Rücken nicht so weh.
Man steigert Potenz twischen Trüffel un Hummer,
Man steigert Potenz zwischen Trüffel und Hummer,
maximeert de Rendite un snackt Crème brûlée.
maximiert die Rendite und snackt Crème brûlée.

Arbeit is de Smack vun‘t Leven, Arbeit maakt dat Leven sööt.
Arbeit ist der Geschmack des Lebens, Arbeit macht das Leben süß.
Wat du hüüt al kannst besorgen, dat verschuuv man nich op morgen.
Was du heute schon besorgen kannst, das verschiebe lieber nicht auf morgen.
Arbeit is dat halvig Leven, schietig Arbeit blanket Geld.
Arbeit ist das halbe Leben, schmutzige Arbeit blankes Geld.
Eerst kümmt de Arbeit, denn dat Vergnögen.
Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen.
Na den Schiene mitt de Welt.
Nach dem Scheine misst die Welt.


Arbeit maakt Hoornhuut tegen den Kummer.
Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.
Keen sik geern bückt, den deit de Rüüch nich so weh.
Wer sich gern bückt, dem tut der Rücken nicht so weh.
Man steigert Potenz twischen Trüffel un Hummer,
Man steigert Potenz zwischen Trüffel und Hummer,
maximeert de Rendite un snackt Crème brûlée.
maximiert die Rendite und snackt Crème brûlée.

Ümsatt-, Wagnis-, Minschen- un Realkapitaal,
Umsatz-, Wagnis-, Menschen- und Realkapital,
Minnest-, Firmen-, Anfangs- un Sozialkapitaal,
Mindest-, Firmen-, Anfangs- und Sozialkapital,
Bo-, Bank-, Fast- und Frömdkapitaal,
Bau-, Bank-, Fest- und Fremdkapital,
Karn-, Groot-, Saak- un Endkapitaal,
Kern-, Groß-, Sach- und Endkapital,
Bildungs-, Deckungs-, Kommandit- un Suchtkapitaal,
Bildungs-, Deckungs-, Kommandit- und Suchtkapital,
Stüer-, Arbeits-, Spekulatschons- un Fluchtkapitaal
Steuer-, Arbeits-, Spekulations- und Fluchtkapital,
Börsen-, Egen-, Nettobedriefs- un Spoorkapitaal,
Börsen-, Eigen-, Nettobetriebs- und Sparkapital,
Finanz-, Versekerungs-, Offshore-, Nominalkapitaal...
Finanz-, Versicherungs-, Offshore-, Nominalkapital...

Arbeit maakt Hoornhuut tegen den Kummer.
Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.
Keen sik geern bückt, den deit de Rüüch nich so weh.
Wer sich gern bückt, dem tut der Rücken nicht so weh.
Man steigert Potenz twischen Trüffel un Hummer,
Man steigert Potenz zwischen Trüffel und Hummer,
maximeert de Rendite un snackt.
maximiert die Rendite und snackt.

 

Arbeit maakt Hoornhuut tegen den Kummer.
Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.
Arbeit maakt Hoornhuut, denn deit di dien Rüüch nich so weh.
Arbeit schafft Hornhaut, dann tut dir der Rücken nicht so weh.
Arbeit maakt Hoornhuut, Trüffel un Hummer,
Arbeit schafft Hornhaut, Trüffel und Hummer,
maximeert de Rendite un snackt Crème brûlée.
maximiert die Rendite und snackt Crème brûlée.

 

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06) Kneipenmelancholie - Kneipenmelancholie

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 

Dat wöör Avend, ik trock dör den Kiez un ik wett,
Es wurde Abend, ich zog durch den Kiez und ich wette,
dat he de schönsten Spelunken an‘n Haven hett.
Dass er die schönsten Spelunken am Hafen hat.
De Deek hangt deep. Een kennt sik hier
Die Decke hängt tief. Man kennt sich hier
un sluut den Pakt mit den Düvel bi‘t Töverwoort „Bier“.
und schloss den Pakt mit dem Teufel beim Zauberwort „Bier“.

Seemannsgoorn warrt hier noch jeden Dag spunnen
Seemannsgarn wird hier noch jeden Tag gesponnen
un an‘t Groschengraff hett wull noch keeneen wunnen.
und am Groschengrab hat wohl noch niemand gewonnen.
Verleevte, Rivalen, Kollegen un Frünnen,
Verliebte, Rivalen, Kollegen und Freunde,
glööv mi man, ik dreep se all hier ünnen:
Glaub mir mal, ich traf sie alle hier unten:

De Gammler, de Blenner, de Perle un Jan,
Der Gammler, der Blender, die Perle und Jan,
Fru Meier-Schulze ehr Ehemann,
Frau Meier-Schulzes Ehemann,
de Blonde, de Gauner, de Trottel un Hein,
die Blonde, der Gauner, der Trottel und Hein,
de dat Vörsitten hett in uns Schüttenverein.
der den Vorsitz hat in unserem Schützenverein.

Oh, ik bruuk keen Knete un keen Knatter.
Oh, ich brauch keine Knete und keinen Knatter.
Oh, ik bruuk keen Bonzokratie.
Oh, ich brauch keine Bonzokratie.
Oh, ik bruuk keen Asche un keen Schotter.
Oh, ich brauch keine Asche und keinen Schotter.
Wat ik bruuk, is Kneipenmelancholie.
Was ich brauch, ist Kneipenmelancholie.

Dat wöör al Nacht un ik harr Beer un Schnaps un Hart al düchtig leert,
Es wurde schon Nacht und ich hatte Bier und Schnaps und Herz schon ordentlich geleert,
dor wöör ik glieks mit de Liddmaatschop vun‘n Spoorclub honoreert.
da wurde ich gleich mit der Mitgliedschaft im Sparclub honoriert.
Wi sünd nu veer Stopen ünner dat Boordsteenniveau.
Wir sind nun vier Stufen unter dem Bordsteinniveau.
Truer, Traatsch un Terz, dat höört hier mit dorto.
Trauer, Tratsch und Terz, das gehört hier mit dazu.

O-Beens ünner de Stammesdischen,
O-Beine unter den Stammestischen,
de jeden Maandag de Koorten mischen.
Die jeden Montag die Karten mischen.
Lasters, Schullen, Anstand un Sünnen,
Laster, Schulden, Anstand und Sünden,
glööv mi man, de kennt se all hier ünnen:
glaub mir mal, die kennen sie alle hier unten:

De Knallkopp, de Lappen, de Nulpe un Klaas,
Der Knallkopf, der Lappen, die Nulpe und Klaas,
een Oog blau un dat annere ut Glas,
ein Auge blau und das andere aus Glas,
de Stricher, de Schrulle, de Paster un Pit,
der Stricher, die Schrulle, der Pastor und Pit,
söven Beer later un he is noch fit.
sieben Bier später und er ist noch fit.

Oh, ik bruuk keen Knete un keen Knatter.
Oh, ich brauch keine Knete und keinen Knatter.
Oh, ik bruuk keen Bonzokratie.
Oh, ich brauch keine Bonzokratie.
Oh, ik bruuk keen Asche un keen Schotter.
Oh, ich brauch keine Asche und keinen Schotter.
Wat ik bruuk, is Kneipenmelancholie.
Was ich brauch, ist Kneipenmelancholie.

Wat ik bruuk, is Kneipenmelancholie.
Was ich brauch, ist Kneipenmelancholie.

Ik bruuk keen Ocken, keen Tacken un keen Talers.
Ich brauch keine Ocken, keine Tacken und keine Taler.
Ik bruuk keen Pinke, keen Patte un keen Plunner.
Ich brauch keine Pinke, keine Patte und keinen Plunder.
Ik bruuk keen Mücken, keen Piepen un keen Kröten.
Ich brauch keine Mücken, keine Piepen und keine Kröten.
Ik bruuk keen keen Zaster, keen Kies un ok keen Kohle.
Ich brauch keinen Zaster, keinen Kies und auch keine Kohle.
Wat ik bruuk, is Kneipenmelancholie.
Was ich brauch, ist Kneipenmelancholie.
 
Oh, ik bruuk keen Knete un keen Knatter.
Oh, ich brauch keine Knete und keinen Knatter.
Oh, ik bruuk keen Bonzokratie.
Oh, ich brauch keine Bonzokratie.
Oh, ik bruuk keen Asche un keen Schotter.
Oh, ich brauch keine Asche und keinen Schotter.
Wat ik bruuk, is Kneipenmelancholie.
Was ich brauch, ist Kneipenmelancholie.

Wat ik bruuk, is Kneipenmelancholie.
Was ich brauch, ist Kneipenmelancholie.

 

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07) Politik blots liquid - Politik nur flüssig

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 

 

Politik blots liquid. Politik blots liquid.
Politik nur flüssig. Politik nur flüssig.
Politik blots liquid. Politik blots liquid.
Politik nur flüssig. Politik nur flüssig.
Politik blots liquid. Politik blots liquid.
Politik nur flüssig. Politik nur flüssig.
Mien Huus, mien Trecker un mien Boot: In Geld wi troot.

Mein Haus, mein Trecker und mein Boot: Wir vertrauen in Geld.

 

Politik blots liquid. Politik blots liquid.
Politik nur flüssig. Politik nur flüssig.
Politik blots liquid. Politik blots liquid.
Politik nur flüssig. Politik nur flüssig.
Trecker, Huus, Boot: In Geld wi troot.

Trecker, Haus, Boot: Wir vertrauen in Geld.

 

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08) Hooligan-Moritat - Hooligan-Moritat

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 

Eens, in’t Johre 1380, 

Einst, im Jahre 1380,

geev dat hooch in’n Noorden groten Krach,
gab es hoch im Norden großen Krach,
denn eerst flögen Füüst un broken Knoken, 

denn erst flogen Fäuste und brachen Knochen,
denn floog Störtebeker ut de Stadt.
dann flog Störtebeker aus der Stadt.

Doch dat Schicksal vun disse Familie, 

Doch das Schicksal dieser Familie,
Traditschoon, dree Bröder, allens in’t Lot,

Tradition, drei Brüder, alles im Lot,
nehm sien Wenn nich denn, as düt eens scheh, nee, 

nahm seine Wende nicht als dies einst geschah, nein,
man mit jemehr Grootmoder ehr Dood.
aber mit dem Tod ihrer Großmutter.

Harr se in Schanghai dat Opium smuggelt, 

Hatte sie in Schanhai das Opium geschmuggelt,
weer se glieks ehr Enkels grote Held.

war sie gleich der große Held ihrer Enkel.
Man in’t Radio höört nu de Bröder

Aber im Radio hören nun die Brüder
vun den Waal un dat rüükt ok na Geld.
von dem Wal und das riecht auch nach Geld.

Also trocken se snell na den Strand hen,
Also zogen sie schnell zum Strand,
neven’n Waalfisch segen se en Mann.

neben dem Walfisch sahen sie einen Mann.
Doch se schoven nich mit em den Ries trüch,
Doch sie schoben nicht mit ihm den Riesen zurück,
man in sien Gesicht de flache Hand.
aber in sein Gesicht die Flache Hand.

Nich veel later geev dat al wat Nieget:

Nicht viel später gab es schon etwas Neues:
Plaans för all dat Gräsig, wat noch kümmt... 

Pläne für all das Grauenhafte, was noch kommt...
Dat Geschäft leet sik nochmal vergröttern, 

Das Geschäft ließe sich nochmal vergrößern,
wörrn welk Immobilien eenfach rüümt.
würden manch Immobilien einfach geräumt.

Dorüm lepen se in disse Kneipe,

Darum liefen sie in diese Kneipe,
de sik AHAB nöömt, an’n Haven liggt.

Die sich AHAB nennt, am Hafen liegt.
Un dat gifft en Saalslacht, de sik sehn lett, 

Und es gibt eine Saalschlacht, die sich sehen lässt,
bit’t de Steerns bit vör all Ogen stiegt.
bis dass die Sterne bis vor alle Augen steigen.

Un wat leert wi nu vun uns dree Bröder, 

Und was lernen wir nun von unseren drei Brüdern,
wat is de Moral vun de Geschicht?

was ist die Moral von der Geschicht?
Mit de Fuust kümmst du villicht an Knete, 

Mit der Faust kommst du vielleicht an Knete,
aver glücklich warrt een dordörch nicht.
aber glücklich wird man dadurch nicht.

 

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09) Dat Meer - Das Meer

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 

Tampen loos, dat Aventüer treckt uns rut op‘t wiede Meer.
Leinen los, das Abenteuer zieht uns raus auf das weite Meer.
Ewig Röhm is unse Hüer. Gode Selen, gollen as Beer.
Ewiger Ruhm ist unsere Heuer. Gute Seelen, golden wie Bier.
Foffteihn Mannslüüd, foffteihn Fruunslüüd un en grote Kist vull Rum.
Fünfzehn Männer, fünfzehn Frauen und eine große Kiste voll Rum:
Op de Spoor vun Störtebeker, verdeelt wi schöön de Knete um.
Auf der Spur von Störtebeker verteilen wir schön die Knete um.

Man dat Meer haalt uns jümmer wedder torüch,
Aber das Meer holt uns immer wieder zurück,
keen Pläseer so groot as disset Glück.
keine Freude ist so groß wie dieses Glück.

Un de Nacht liggt vör uns, düster de See,
Und die Nacht liegt vor uns, düster die See,
Man dat Meer haalt uns jümmer wedder torüch. HO HE.
Aber das Meer holt uns immer wieder zurück. HO HE.

Noch in hunnertdusend Johren warrt een stolt vun uns vertellen.
Noch in hunderttausend Jahren wird man stolz von uns erzählen:
De Gemeenschop, de nu boren, hett ehr Glieket nienich sehn.
Die Gemeinschaft, die nun geboren, hat ihr Gleiches nie gesehen.
Un üm Middernacht in‘n Haven warrt dat still, dodenstill.
Und um Mitternacht im Hafen wird es still, totenstill.
ene Kneipe schall verschoont ween, wiel dat Schicksal dat so will.
Eine Kneipe soll verschont sein, weil das Schicksal es so will.

Man dat Meer haalt uns jümmer wedder torüch,
Aber das Meer holt uns immer wieder zurück,
keen Pläseer so groot as disset Glück.
keine Freude ist so groß wie dieses Glück.
Un de Nacht liggt vör uns, düster de See.
Und die Nacht liegt vor uns, düster die See,
Man dat Meer haalt uns jümmer wedder torüch. HO HE.
Aber das Meer holt uns immer wieder zurück. HO HE.

 

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10) All Rööd dreiht dör - Alle Räder drehen durch

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

 

Unse deep-, deepswatte Flagg steiht för ene gode Saak:
Unsere tief-, tiefschwarze Flagge steht für eine gute Sache:
All Rööd dreiht dör, wenn wi bruukt uns starke Wöör!
Alle Räder drehen durch, wenn wir unsere starken Wörter gebrauchen!

Ünner Sandklock, Savel, Sünn segelt wi in disse Stünn.
Unter Sanduhr, Säbel, Sonne segeln wir in dieser Stunde.
All Rööd dreiht dör, wenn wi bruukt uns starke Wöör!
Alle Räder drehen durch, wenn wir unsere starken Wörter gebrauchen!

Leggt de Truerminen af, maakt juuch klor mit ganze Kraft!
Legt die Trauerminen ab, macht euch fertig mit ganzer Kraft!

Kinners, dat is en Överfall un keen Klock fief Tee.
Kinder, das ist ein Überfall und kein Fünfuhrtee.


All Rööd dreiht dör, wenn wi bruukt uns starke Wöör!
Alle Räder drehen durch, wenn wir unsere starken Wörter gebrauchen!

„Libertalia“ dat Teel, wat wi wüllt, nich blots en Deel.
„Libertalia“ das Ziel, was wir wollen, nicht bloß ein Teil.
All Rööd dreiht dör, wenn wi bruukt uns starke Wöör!
Alle Räder drehen durch, wenn wir unsere starken Wörter gebrauchen!

Un wiel de Fru en Minsch is, hett se Ungerechtigheid nich geern.
Und weil die Frau ein Mensch ist, hat sie Ungerechtigkeit nicht gern.
Se will ünner sik kene Slaven sehn un över sik kene Heren.
Sie will unter sich keine Sklaven sehen und über sich keine Herren.

 

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11) Stüermann - Steuermann

(T: M. Buthmann // M: M.Buthmann, M. Müller)

Vorlage: "Steuermann! Laß die Wacht!" - Richard Wagner / "Der fliegende Holländer"

 

Stüermann! Laat de Wacht! Stüermann! Na uns hen! HE! HO!
Steuermann! Laß die Wacht! Steuermann! Her zu uns! HE! HO!
Treckt de Seils op! Anker fast! Stüermann, ran! Stüermann, ran!
Hißt die Segel auf! Anker fest! Steuermann, her! Steuermann, her!

Wi sünd wedder bang vör Wind noch bösen Strand,
Fürchten weder Wind noch bösen Strand,
wi wüllt hüüt mal recht lustig sien.
wollen heute mal recht lustig sein!
Jeedeen hett sien Deern oder Jung op dat Land,
Jeder hat sein Mädel oder Jungen auf dem Land,
herrlichen Tabak un goden Branntwien.
herrlichen Tabak und guten Branntwein.

HE! HO! HE! HO!
HE! HO! HE! HO!

Klipp un Storm buten YOLO HO HE
Klipp und Sturm drauß YOLO HO HE
de lacht wi ut! YOLO HO HE
lachen wir aus! YOLO HO HE

Klipp un Storm buten YOLO HO HE
Klipp und Sturm drauß YOLO HO HE
de lacht wi ut! YOLO HO HE
lachen wir aus! YOLO HO HE

Stüermann! Laat de Wacht! Stüermann! Na uns hen! HE! HO!
Steuermann! Laß die Wacht! Steuermann! Her zu uns! HE! HO!

 

Klipp un Storm buten YOLO HO HE
Klipp und Sturm draußen YOLO HO HE
de lacht wi ut! YOLO HO HE
die lachen wir aus! YOLO HO HE

Klipp un Storm buten YOLO HO HE
Klipp und Sturm draußen YOLO HO HE
de lacht wi ut! YOLO HO HE
die lachen wir aus! YOLO HO HE

 

Treckt de Seils op! Anker fast! Stüermann, ran!
Hißt die Segel auf! Anker fest! Steuermann, her!

 

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11) Waalfisch Moby Dick II - Walfisch Moby Dick II

(M: M.Buthmann, M. Müller)

 

-> Instrumental

 

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